Norderstedt
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Buschweg bleibt vorerst einzige Zufahrt

Die Zufahrt zur Kita ist derzeit für Autos nur aus nördlicher Richtung über den Buschweg möglich. Erst in einigen Jahren wird sich dies laut Stadt Norderstedt ändern

Die Zufahrt zur Kita ist derzeit für Autos nur aus nördlicher Richtung über den Buschweg möglich. Erst in einigen Jahren wird sich dies laut Stadt Norderstedt ändern

Foto: Christopher Herbst / HA

Kohfurth-Kreisel wird nicht wie von den Eltern gewünscht für die Kita Hummelhausen geöffnet. Stadt hält an ihrer Planung fest.

Norderstedt.  Die Kita Hummelhausen besitzt zweifelsohne einen Sonderstatus. Während ringsherum im Garstedter Dreieck bis 2020 Wohnungen für 2000 Menschen entstehen, wurde die Betreuungseinrichtung des Vereins „Der Kinder wegen“ mit drei Krippen- und zwei Elementargruppen für 70 Kinder bereits im vergangenen August eröffnet.

Was damals noch nicht vollends abgeschätzt werden konnte, war die Verkehrssituation vor Ort. Denn die Zufahrt ist derzeit für Autos ausschließlich von Norden möglich über den Buchenweg und den Buschweg. Wie sich aus Sicht der Eltern herausgestellt hat, ist das nicht optimal. „Das Verkehrsaufkommen für den Buschweg hat sich seitdem bestimmt verdreifacht. Darüber sind weder die Anwohner noch wir als Eltern glücklich“, sagt Tina Juraschek, Haussprecherin und Elternvertreterin.

Das führt gerade in den Stoßzeiten – morgens um 8 Uhr, nachmittags um 16 Uhr – zu Problemen, wie Juraschek beschreibt. „Der Buschweg wird stark von Schulkindern, Fahrradfahrern und Fußgängern frequentiert, für die es keine richtigen Wege gibt. Dazu wird die Straße im Winter weder geräumt noch gestreut.“ Zusätzlich sei der Kreuzungsbereich Buschweg/Buchenweg/Altes Buckhörner Moor mit seiner Bedarfsampel schlecht einsehbar.

Schon im Dezember wendeten sich die Eltern an die Stadt, baten darum, die Zufahrt anders zu regeln. So könne doch der Kreisel am Kohfurth geöffnet werden – dann wäre es möglich, die Kita über die künftige Horst-Embacher-Allee und den Lavendelweg anzusteuern.

Über die Straße „Am Knick“ ist das nicht mehr möglich, die alte Zufahrt zum Jugendzentrum ist mittlerweile geschlossen und mit Pfeilern abgesperrt; hier kommen bloß noch Fußgänger und Radfahrer durch.

Eine Abendblatt-Nachfrage bei der Verwaltung ergibt, dass die jetzige Regelung nicht verändert wird – und zwar solange, „bis das Garstedter Dreieck abschließend entwickelt ist“, wie Baudezernent Thomas Bosse sagt. „Danach wird der Buschweg ein reiner Fuß- und Radweg, den nur noch Anlieger mit dem Auto nutzen können.“

Erst dann werden auch die Horst-Embacher-Allee und der Lavendelweg fertig gestellt sein, sodass die Kita-Eltern über den Kreisverkehr fahren können. Einen genauen Zeitrahmen nennt Bosse hierfür allerdings nicht.

Erste Mieter sind bereits eingezogen

Nicht nur sichtbarer Fortschritt, sondern sogar Vollzug kann unterdessen bei den ersten großen Immobilienprojekten im Garstedter Dreieck gemeldet werden. So sind die ersten Mieter bereits in die „Embacherhöfe“ genannte Wohnanlage der BIG-Gruppe eingezogen, die Übergabe der ersten verkauften Objekte steht ebenso bevor. Auch bei Adlershorst ist die Verkaufsphase angelaufen, während Plambeck mit den ersten Einzügen in die fertigen Sozialwohnungen für Mai und Juni plant.

Die Horst-Embacher-Allee soll sukzessive erschlossen werden, sobald die erste Einzugs-Welle vorüber ist, damit sich Baufahrzeuge und Umzugswagen nicht gegenseitig blockieren. Erreichbar sind die Gebäude für die neuen Anwohner aber schon jetzt.