Norderstedt
Ellerau

Ellerau baut Asylunterkunft am Finkenweg

Ellerau. Ohne Investor, dafür aber in Eigenregie: Die Ellerauer Gemeindevertretung hat ein Konzept für den Bau einer Flüchtlingsunterkunft verabschiedet. In einem Wohngebiet (Adresse: Finkenweg 7) sollen auf einem Grundstück, das der Gemeinde gehört, noch in diesem Jahr Wohnungen für bis zu 30 Personen entstehen.

Damit entschieden sich die Politiker gegen die Zusammenarbeit mit einem Investor aus Wedel, dem die anliegende Fläche (Finkenweg 5) gehört. Dort ist geplant, sogar bis zu 24 Wohnungen zu bauen. Ellerau wollte nur die Hälfte hiervon für Flüchtlinge anmieten, was den Deal kippen ließ. „Der Investor sagte: Entweder die Gemeinde mietet es im Ganzen, oder wir kommen nicht zusammen“, so Elleraus Bürgermeister Eckart Urban (SPD). Gegen diese Großvariante hatten sich auch viele Bürger während einer Einwohnerversammlung ausgesprochen. Dass der Investor trotzdem ein Wohngebäude baut, gilt aber als sicher.

Aktuell ist noch die Stadt Norderstedt zuständig für das Ellerauer Kontingent an Asylbewerbern. Der laufende Vertrag war allerdings schon im vergangenen Jahr gekündigt worden, läuft fristgerecht am 1. November 2016 aus – Norderstedt hatte Eigenbedarf angemeldet. Nach bisheriger Prognose muss Ellerau in diesem Jahr rund 100 Flüchtlinge unterbringen. Laut Urban sei das zu schaffen: „Die Unterkunft am Finkenweg müssen wir bis Oktober fertig haben. Auf dem freien Markt haben wir Wohnungen angemietet, uns wurden weitere angeboten.“