Norderstedt
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Norderstedter bringen Namen zum Leuchten

Mit vielen Kunden, wie hier die wohl bekannteste Hamburger Restaurantkette, arbeitet Geschäftsführer Andreas Schreib schon lange zusammen

Mit vielen Kunden, wie hier die wohl bekannteste Hamburger Restaurantkette, arbeitet Geschäftsführer Andreas Schreib schon lange zusammen

Foto: Bernadette Patzak / HA

Unternehmen Schreib + Keppler ist Norddeutschlands größter Anbieter für Lichtwerbung. Firma bietet auch digitale Beschriftungen an.

Norderstedt/Hamburg.  Es sind nur ein paar große Buchstaben. Sie machten aus dem Pressehaus der „Zeit“ am 7. Januar das Helmut-Schmidt-Haus. Klassisch-zurückhaltend gestaltet und edel mit zwei Lagen Blattgold versehen prangen die Lettern seit jenem Tag an dem Verlags- und Redaktionsgebäude. Angefertigt hat sie die Firma Schreib + Keppler in Norderstedt. „Das war schon eine sehr hochwertige Produktion“, erinnert sich Andreas Schreib. Der 43-Jährige ist einer der beiden Geschäftsführer des Unternehmens.

Seit 2006 sitzt die Firma im Gewerbegebiet Harksheide. Entstanden ist sie im selben Jahr aus der Fusion von Schreib + Kahle und der Firma Keppler + Schulz, zwei Traditions-Unternehmen, die bis dato im Wettbewerb standen und sich beide bereits 1928 gegründet hatten. Nun führen die Geschäftsführer Andreas Schreib und Philipp Keppler den Betrieb für das Design und die Fertigung von Werbetafeln bereits seit zehn Jahren gemeinsam, in der dritten beziehungsweise vierten Generation. Auf dem Betriebsgelände an der Oststraße werden Schriftzüge und Schautafeln nicht nur am Computer entworfen und an die Kunden verkauft, sondern in vielen Arbeitsschritten auch selbst hergestellt. „Viele Firmen machen Lichtwerbung, aber nur wenige fertigen auch noch selbst“, erklärt Schreib. „Vom großen Werbeturm über Folienbeschriftung bis zum Klingelschild ist fast alles möglich.“

Der Kundenstamm umfasst kleine Einzelunternehmen genauso wie bekannte Hamburger Mittelständler und überregionale Filialisten, darunter Tankstellen, Handelsketten, Banken, Hotels, Medienhäuser und Theater. Große Marken wie Boss, Görtz oder die Tankstellenkette Oil sind unter den Abnehmern. Die Buchstaben, Schriftzüge und Logos, mit denen die Spezialisten von Schreib + Keppler die Unternehmen in Szene setzen, werden teilweise sogar weltweit versendet.

Rund 40 Beschäftigte arbeiten im Vertrieb und in der Fertigung, darunter Lackierer, Schlosser und Lichtwerbegestalter. Zudem sind zehn Monteure bundesweit im Einsatz. In vielen Berufen bildet Schreib + Keppler auch aus, sowohl im kaufmännischen Bereich als auch in den Gewerken. „Gerade für unsere Auszubildenden wünschen wir uns eine bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr“, so Andreas Schreib. Generell sei man aber sehr zufrieden mit dem Standort.

Seit einigen Jahren besteht außerdem eine kleine Zweigstelle in Lüneburg, von dort aus werden insbesondere Kunden südlich der Elbe betreut. In diesem Jahr möchte Schreib + Keppler seine Fühler auch Richtung Bremen ausstrecken, nachdem dort ein ähnlicher Betrieb insolvent gegangen ist. „Zum Glück konnten wir von dort einige Mitarbeiter übernehmen“, so Andreas Schreib. Langfristiges Ziel sei es, den norddeutschen Raum noch besser abzudecken. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Betrieb einen Gesamtumsatz von 5,5 Millionen Euro.

Die technische Entwicklung hat natürlich auch vor der Lichtwerbung nicht Halt gemacht. „LED hat als Leuchtmittel starken Einfluss gewonnen, weil sie sparsam und langlebig sind.“ Andreas Schreib hat aber auch schon eine Gegenbewegung erkannt: „Die klassische Neonröhre erlebt zurzeit eine kleine Renaissance. Ihr Look ist einfach einzigartig, und es macht auch Spaß, wieder solche Schilder herzustellen.“ So haben sich beispielsweise die Betreiber des Restaurants Soho Chicken in Hamburg bewusst für das alte Design entschieden.

Grundsätzlich sind es Beratung und Erfahrung, die die Kunden von Schreib + Keppler schätzen. „Vermehrt machen wir auch Projekte, die wirklich spezielles Know-how verlangen, teilweise arbeiten wir auch mit Architekten zusammen, um individuelle Lösungen zu finden.“

Immer mehr Anfragen bekommt Schreib + Keppler im Bereich der digitalen Beschilderung. So werden Plakate, Werbung oder auch Brötchenpreise zunehmend auf Webseiten angezeigt, die potenzielle Kunden auf ihren Computern und Smartphones ansehen. „Wir sperren uns nicht gegen Digitalisierung“, so Andreas Schreib. Das gelte natürlich auch für den Betrieb selbst – ob in der Kommunikation und Datenverarbeitung, in den Produktionsprozessen oder eben bei den Produkten selbst. „Dieses Standbein werden wir ausbauen.“ Passend dazu wurde auch die Internetpräsenz des Unternehmens jüngst überarbeitet.

www.schreib-keppler.de