Norderstedt
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Sexuelle Übergriffe gegen Mädchen im Schwimmbad

Zu dem Übergriff kam es am Sonntagabend an einer Rutsche, die bereits vor zwei Jahren Tatort einer Sexualstraftat gewesen war

Foto: Andreas Burgmayer

Zu dem Übergriff kam es am Sonntagabend an einer Rutsche, die bereits vor zwei Jahren Tatort einer Sexualstraftat gewesen war

Polizei nimmt im Arriba-Bad zwei Afghanen fest und führt sie dem Haftrichter vor. Sie sollen zwei Mädchen sexuell genötigt haben.

Norderstedt.  Das Arriba-Erlebnisbad in Norderstedt ist Tatort einer Sexualstraftat. Die Polizei nahm die mutmaßlichen Täter fest, die die Mädchen bedrängt und sexuell berührt haben sollen. Dabei handelt es sich um zwei Flüchtlinge aus Afghanistan im Alter von 14 und 34 Jahren. Das Amtsgericht Norderstedt hat inzwischen Haftbefehle erlassen.

Opfer waren zwei Mädchen im Alter von 14 und 18 Jahren. Zu dem Übergriff kam es am Sonntagabend an einer Rutsche, die bereits vor zwei Jahren Tatort einer Sexualstraftat gewesen war. Offenbar blieb die Attacke unbemerkt, bis die Opfer sich bei Mitarbeitern des Bades meldeten, die sofort den Sicherheitsdienst alarmierten.

Der Sicherheitsdienst stellte im Bad die mutmaßlichen Täter und hielt sie fest, bis die Polizeibeamten eintrafen. Die Afghanen wurden festgenommen. Die Norderstedter Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen.

Nicht die ersten Vorfälle im Arriba-Bad

An der Rutsche war es schon häufiger zu ähnlichen Straftaten gekommen. Im Juni 2014 hatten junge Männer in einer dunklen Kurve dort eine Blockade aus Schwimmreifen errichtet und fünf Mädchen belästigt und begrapscht. Die Opfer waren 15 und 17 Jahre alt. Auch damals schritt der Sicherheitsdienst ein und übergab die Täter der Polizei. Die Rutsche und andere Bereiche des Arriba-Bades werden mit Kameras überwacht. Wegen einer ähnlichen Tat verurteilte das Amtsgericht Norderstedt im Jahr 2010 einen 39-jährigen Afghanen zu neun Monaten Haft auf Bewährung.

"Wir können nicht alle Bereiche ständig überwachen", sagt Arriba-Betriebsleiter Stefan Mölck. Sobald ein Vorfall gemeldet werde, ziehe der Sicherheitsdienst seine Mitarbeiter per Funk zusammen und schreite ein. Außerdem werde sofort die Polizei gerufen. Dieser Ablauf habe auch am Sonntagabend funktioniert.

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