Norderstedt
Bad Segeberg

Steckdosen defekt: Feuergefahr im Kreishaus

Offenbar waren die Steckdosen in den 70er-Jahren falsch montiert worden

Offenbar waren die Steckdosen in den 70er-Jahren falsch montiert worden

Foto: Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Presse

Ende vergangenen Jahres wurden die defekten Steckdosen entdeckt. Nun sollen sie schnell ausgetauscht werden. Kosten: 220.000 Euro.

Bad Segeberg.  Bei manchen politischen Debatten im Kreistagssitzungssaal der Segeberger Kreisverwaltung geht es ziemlich hitzig zu. Das ist aber noch gar nichts gegen die Hitzeentwicklung, die es in anderen Räumen des Kreishauses gibt: Dort nämlich könnte kein Strohfeuer, sondern richtiges Feuer ausbrechen. Das haben Handwerker bei Routinearbeiten festgestellt. Wie die „Kieler Nachrichten“ in ihrer Freitagausgabe berichten, wurden Hunderte von Steckdosen in den beiden Häusern der Segeberger Kreisverwaltung falsch verbaut.

Per Zufall wurden die falsch montierten Steckdosen Ende vergangenen Jahres entdeckt. Als Handwerker eine offensichtlich defekte Steckdose reparieren sollten, stellten sie leichte Verbrennungen im Kabelbereich fest. Bei der darauf folgenden Untersuchung wurde der fehlerhafter Einbau dieser und vieler weiterer Steckdosen in den Amtszimmern der Verwaltung entdeckt. Sie alle waren bei der Erstinstallation in den 70er-Jahren offenbar falsch montiert worden – bisher hatte es niemand bemerkt.

Es hätte im Laufe der Jahre zu größeren Schäden kommen können: Der fehlerhafte Einbau hätte zu Wackelkontakten und Abreißfunken führen können, Ablagerungen hätten sich entzünden können. Damit es in Zukunft nicht dazu kommt, wird schnell gehandelt: Wegen „erhöhter Brandgefahr“ lässt Landrat Jan Peter Schröder alle Steckdosen austauschen. Der Kreishaushalt wird durch diese Maßnahme mit rund 220.000 Euro belastet. Die damals tätige Elektrofirma kann nach so langer Zeit nicht mehr in Regress genommen werden.