Norderstedt
Norderstedt/Langenhorn

Langenhorner lehnen Discounter am Käkenhof ab

Anwohner befürchten eine chaotische Verkehrssituation. Viele Bürger haben deswegen Einspruch eingelegt

Anwohner befürchten eine chaotische Verkehrssituation. Viele Bürger haben deswegen Einspruch eingelegt

Foto: Christopher Herbst / HA

Auf dem Gelände des geschlossenen Hotels Tomfort soll ein Discountermarkt gebaut werden. Das Konzept wirft noch viele Fragen auf.

Norderstedt/Langenhorn.  Die CDU hat das Bezirksamt Hamburg-Nord aufgefordert, sein Nahversorgungskonzept für das Käkenhof-Quartier in Hamburg-Langenhorn zu überarbeiten. Dort soll, wie berichtet, auf dem Gelände des seit Jahresende geschlossenen Hotels Tomfort ein Discountermarkt gebaut werden. Weil zu viele Fragen offen sind, hat der zuständige Bauausschuss einen Beschluss hierzu auf Antrag der Christdemokraten vorerst vertagt.

Der CDU-Bezirksabgeordnete Nizar Müller hatte dem Bezirksamt zuvor bereits per Kleiner Anfrage einen 15-Punkte-Katalog zukommen lassen. Umstritten ist die Erschließung des Discounters über die Straße Tückobsmoor – Anwohner befürchten eine chaotische Verkehrssituation, sollte der Bereich eine Zufahrt von der Langenhorner Chaussee bekommen. „Wir wollen Nahversorgung für die Bewohner mit einer geringen verkehrlichen Mehrbelastung für das Quartier“, sagt Müller.

Eine weitere zentrale Frage ist, inwieweit im Quartier zusätzliches Gewerbe angesiedelt werden kann. „Zum Beispiel ein neuer Drogeriemarkt und ein Laden für frisches Obst und Gemüse“, so Nizar Müller. Im November hatte ein Markant-Markt nach 13 Jahren geschlossen, die 800 Quadratmeter große Verkaufsfläche steht derzeit leer.

Viele Bürger sind grundsätzlich gegen einen Discounter, haben deswegen Einspruch eingelegt. Sie fürchten um den Siedlungscharakter, erwarten eine steigende Belastung durch Lärm und Feinstaub sowie eine höhere Unfallgefahr.

Das Bezirksamt verfolgt die Pläne auch, weil auf dem angrenzenden Gelände des ehemaligen Krankenhauses Ochsenzoll das Wohnquartier „OxPark/Unter den Linden“ in den nächsten Jahren wachsen wird. „Hiervon wird der Käkenhof dauerhaft profitieren“, sagt Nizar Müller, der sich für einen Gewerbe-Mix ausspricht. „Speziell am Käkenhof haben wir gesehen, dass der inhabergeführte Einzelhandel nicht ohne flankierenden Discounter existieren kann.“

Das Thema wird frühestens wieder am 29. Februar im Bauausschuss auf die Tagesordnung kommen.