Norderstedt
Bad Segeberg

Innenminister Studt stellt sich den Bürgern

Stefan Studt ist Innenminister von Schleswig-Holstein

Stefan Studt ist Innenminister von Schleswig-Holstein

Foto: Alexander Sulanke / HA

Infoabend in Bad Segeberg zur Erstaufnahmeeinrichtung im Levo-Park. Bis zu 2000 Menschen sollen dort untergebracht werden.

Bad Segeberg.  Innenminister Stefan Studt (SPD) kommt am Montag in seine Geburtsstadt Bad Segeberg, um den Bürgern der Region die Hintergründe zur geplanten Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge im Levo-Park zu erklären. Hierfür findet ab 19 Uhr (Einlass: 18 Uhr) in der Mehrzweckhalle des Städtischen Gymnasiums (Hamburger Straße 29) eine Infoveranstaltung statt. Eingeladen haben das Ministerium, die Kreisstadt sowie die Nachbargemeinde Fahrenkrug – auf deren Gebiet liegt ein Teil der 30 Hektar großen ehemaligen Bundeswehrkaserne.

Unter Hochdruck entsteht derzeit ein Containerdorf samt Infrastruktur für bis zu 2000 Flüchtlinge. Spätestens im März sollen die ersten Asylsuchenden einziehen. Das Großprojekt ist Kernbestandteil einer jüngst beschlossenen Vereinbarung zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg. Studt hatte der dortigen Innenbehörde Unterstützung zugesagt, um die in Hamburg angespannte Unterbringungssituation zu verbessern. Wie das Abendblatt berichtet hatte, sind die bisher 13 Erstaufnahmen des nördlichsten Bundeslandes nur rund zur Hälfte ausgelastet. Als Gegenleistung fließt Geld aus Hamburg – Flüchtlinge, die ein Bleiberecht erhalten, werden dann allerdings wieder in der Hansestadt verteilt und nicht auf Kommunen im Kreis Segeberg.

Der Levo-Park gehört eigentlich der Investorengruppe Wachholtz, die nun aber für ein Drittel des Areals einen auf fünf Jahre datierten Nutzungsvertrag mit dem Land Schleswig-Holstein geschlossen hat. Für den Rest der Anlage laufen seit langer Zeit zähe Verhandlungen um die Schaffung eines Gewerbestandortes.

Rein formal handelt es sich um keine Einwohnerversammlung, es dürfen also keine Anträge gestellt werden – wohl aber Fragen, und das direkt an Stefan Studt, an das Landesamt für Ausländerangelegenheiten, an Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD), dessen Fahrenkruger Amtskollegen Rolf-Peter Mohr (Wählergemeinschaft) und zahlreiche weitere anwesende Behörden wie etwa die Landespolizei.

„Wir haben Sitzmöglichkeiten für 1200 Personen“, sagt Dieter Schönfeld, der die Veranstaltung moderieren wird. Dazu wird es eine Audioübertragung in den Außenbereich geben. Als Parkplätze stehen die Flächen bei der Kreisverwaltung und bei Möbel-Kraft zur Verfügung.