Norderstedt
Kultur

Jazz, Satire, Flamenco und Mut-Mach-Stück

30. Januar: Das Duo Imtakt mit Olga Dubowskaja, Mandoline, und Pianistin Olesya Salvtyska

30. Januar: Das Duo Imtakt mit Olga Dubowskaja, Mandoline, und Pianistin Olesya Salvtyska

Foto: Monika Lawrenz

Das Kultur-Forum Henstedt-Ulzburg präsentiert im Frühjahr dieses Jahres 16 Veranstaltungen von Impro-Theater bis zu Konzerten.

Henstedt-Ulzburg.  Wer einmal beim Theater Regie führen möchte, ist am Sonnabend, 23. Januar, in der Kulturkate am Beckersberg in Hen-stedt-Ulzburg richtig. Das Publikum bestimmt, was das Improvisationstheater Stadtgespräch spielt. Die acht Schauspieler ticken einige Geschichten an, das Publikum entwickelt sie auf Zuruf von Stichwörtern weiter. Der roten Faden ist allen Geschichten gleich – Hauptsache Spaß!

Mit dem Improvisationstheater Stadtgespräch eröffnet das Team des Henstedt-Ulzburger Kultur-Forums nach dem Neujahrskonzert mit den Hamburger Kammersolisten die Frühjahrssaison in der Kulturkate und im Bürgerhaus am Beckersberg. Dort steigt am Freitag, 12. Februar, von 19.30 Uhr an das beliebte Jazz Fest. Alle anderen Veranstaltungen finden in der Kulturkate statt.

Beim Jazz Fest wird die Hamburger Band Jazz Lips um Peter Banjo Meyer vom Maulorgel-Duo Georg Schroeter und Marc Breitfelder begleitet. Was Marc Breitfelder auf seinem „Mississippi Saxophone“ zaubert, ist legendär. Georg Schroeter, 2013 mit dem German Blues Award als bester Blues-Pianist Deutschlands ausgezeichnet, begleitet ihn kongenial am Flügel und liefert ausgefuchste Soli dazu.

Besinnlicher wird es am Sonnabend, 30. Januar, 20 Uhr, in der Kulturkate. Das Duo Imtakt mit Pianistin Olesya Salvytska und Olga Dubowskaja an der Barock-Mandoline, der neapolitanischen Mandoline und der Domra, einer russischen Laute, spielt Stücke aus drei Jahrhunderten. „Wir lieben Romantisches mit mediterranem Flair und die gefühlvolle Musik der slawischen Länder“, sagen Dubowskaja und Salvytska, die ihr Konzert auch moderieren. Eintritt 15 Euro.

Edda Blufarb spielt Werke von Chopin

Am Sonnabend, 6. Februar, gibt eine gute Bekannte ein Benefizkonzert in der Kulturkate. Die Pianistin und Klavierlehrerin Edda Blufarb spielt zugunsten der Gertraud-und-Heinz-Manke-Stiftung von 20 Uhr an Werke von Frédéric Chopin, Sergej Prokofieff und Johann Sebastian Bach. Edda Blufarb lebt seit 25 Jahren in Henstedt-Ulzburg und wurde 2004 mit dem Kulturpreis der Stiftung ausgezeichnet. Gastspiele führen sie durch die ganze Welt, beispielsweise nach Warschau, Wien und Tel Aviv. Eintritt 14 Euro.

Eine gute Bekannte ist auch Liz Matthis. Die Amerikanerin zeigt am 19. Februar von 19.30 Uhr an in ihrer Comedy die oft unfreiwillige Komik deutsch-amerikanischer Verständigung, die in Missverständnissen der lustigen Art mündet. Inklusive Wiedererkennung eigener Marotten. Eintritt zehn Euro.

Die Ergebnisse eines Jugend-Workshops der Henstedt-Ulzburger Kirche sind unter dem Motto „Bildung durch Begeisterung“ am 20. Februar, 12 bis 17 Uhr, in der Kulturkate zu sehen. Der Eintritt ist frei. Austernfischer sind nicht etwa Leute, die sich auf Sylt die besten Leckerbissen angeln. Sondern Vögel, die im Wattenmeer ebenso zu Hause sind wie See- und Sandregenpfeifer. Über Austernfischer und Co. hält der Nabu am 3. März von 19.30 Uhr an einen Vortrag. Eintritt sechs Euro.

Markus Kiefer spielt eine Satire von Franz Kafka

Fidel wird’s wieder am 12. März, wenn die Band Stew ‘n’ Haggis von 19.30 Uhr an mit Geige und Gitarre, Akkordeon, Bouzouki und Bodhrán, Mandoline und Flöten irische und schottische Folklore bringt. Eintritt 14 Euro.

Ein bisschen gruselig sieht er schon aus, Markus Kiefer, wenn er sich zum Affen Rotpeter schminkt. Am 26. März gibt der Schauspieler von 20 Uhr an das Kammerstück „Ein Bericht für eine Akademie“ von Franz Kafka, über den im Steidl-Verlag gerade das hervorragende Buch „Kafkas komische Seiten“ von Astrid Dehe und Achim Engstler erschienen ist. Kafkas Satire erzählt von der Menschwerdung des Affen. Der wird aus Afrika verschleppt, versklavt und erkennt, dass er sich nur durch Anpassung retten kann. Eine aberwitzige Parabel, für deren Umsetzung Markus Kiefer den Kulturpreis der Stadt Gelsenkirchen erhielt. Eintritt 14 Euro.

Oliver Lück widmet sich Flaschenpost-Geschichten

Ein Erzähler der niederdeutschen Art ist Matthias Stührwoldt, der am 14. April als schreibender Bauer oder bauernder Autor auf die Bühne kommt. Der 47-Jährige hat bis jetzt elf Bücher und sieben CDs veröffentlicht und ist in der NDR-Reihe „Hör mal ‘n’ beten to“ zu erleben. Eintritt 14 Euro. Jugend musiziert steht am 17. April von 17 Uhr an auf dem Programm, wenn einige Landessieger des Wettbewerbs ihre Jury-Stücke spielen. Eintritt frei.

Einem Relikt aus alten Zeiten widmet sich der Journalist und Fotograf Oliver Lück mit „Flaschenpost-Geschichten. Von Menschen, ihren Briefen und der Ostsee“ am 29. April. Er besuchte eine Frau in Lettland, die 35 Flaschenpost-Briefe vor ihrer Tür fand. Doch wer schrieb diese Briefe? Bei seiner Recherche traf Lück Schriftsteller und Erfinder, Meeresforscher und Polizisten. Eine Odyssee der anderen Art. Davon erzählt er ab 20 Uhr. Eintritt zehn Euro.

Musical im kleinen, feinen Stil verspricht das Konzert „Musical meets Piano“ mit dem Pianisten Sebastian Hubert am 21. Mai, von 20 Uhr an. Eintritt 14 Euro. Mit der vorletzten Veranstaltung wird es am 28. Mai spanisch. „Art de Flamenco“ präsentieren Elva La Guardia und Thomas Hickstein von 20 Uhr an. Das Duo entführt in die Flamenco-Welt Andalusiens. Eintritt 14 Euro. Das Finale gehört den Kindern, wenn das Kindertheater Wackelzahn das Mutmach- und Anti-Mobbing-Stück „Ich lass mir nix gefallen“ am 23. Juni, 11.35 bis 12.15 Uhr, für Kinder ab sechs Jahren spielt. Dafür erhielt Autor Jan Rademacher den ersten Preis der Brüder-Grimm-Festspiele. Eintritt 5,50 Euro.

Das Programmheft liegt in Geschäften und öffentlichen Institutionen in der Gemeinde Henstedt-Ulzburg aus und ist unter www.forum-hu.de im Internet nachzulesen. Die Eintrittskarten sind bereits im Vorverkauf.