Norderstedt
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Unternehmer wollen Handys verbieten

Private Smartphone-Nutzung lenkt nach den Erfahrungen der Firmenchefs von der Arbeit ab

Norderstedt.  Zu hoher Bürokratieaufwand, Mangel an Auszubildenden, übermäßige private Smartphone-Nutzung am Arbeitsplatz – das sind Themen, die Firmenchefs im Gebiet des Unternehmensverbandes Unterelbe-Westküste bewegt haben. Generell aber haben die meisten Unternehmer im zweiten Halbjahr 2015 eine gute wirtschaftliche Entwicklung erlebt. Das geht aus der traditionellen Umfrage zur Konjunkturlage zum Jahresende hervor. An der Umfrage haben sich so viele Betriebe beteiligt wie nie zuvor.

Insgesamt blicken die Unternehmer, zu denen auch viele aus Norderstedt gehören, nach Angaben des Unternehmensverbandes auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Der gegenwärtige Auftragsbestand wird als „günstig“, die gegenwärtige Auslastungsrate als „überdurchschnittlich hoch“ bezeichnet. Auch für das kommende Jahr rechnen die Unternehmen mit steigenden Auftragseingängen.

Viele Unternehmen beklagen neben der mangelnden Ausbildungsreife vieler schwacher Bewerber auch die Unverbindlichkeit der starken Bewerber. Viele auszubildende Betriebe haben, so der Unternehmensverband in seiner Presseerklärung, erlebt, dass Schulabgänger trotz eines arbeitsrechtlich verbindlichen unterschriebenen Ausbildungsvertrages die Stelle kurzfristig nicht angetreten haben. Diese Ausbildungsstellen müssten unbesetzt bleiben.

Viele Unternehmen haben in der Umfrage auf die Auswirkungen der Handynutzung während der Arbeitszeit aufmerksam gemacht. 37 Prozent der Unternehmen glauben, dass ein Handyverbot ein konzentrierteres und besseres Arbeiten möglich machen würde, elf Prozent der Unternehmen haben ein solches Verbot bereits eingeführt.