Norderstedt
Henstedt-Ulzburg

Kitas in Henstedt-Ulzburg werden neu organisiert

Henstedt-Ulzburg sucht nach der optimalen Rechtsform für die Kitas (Symbolbild)

Henstedt-Ulzburg sucht nach der optimalen Rechtsform für die Kitas (Symbolbild)

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

Henstedt-Ulzburg sucht die optimale Rechtsform für ihre Betreuungseinrichtungen. 1400 Kinder werden von 200 Erzieherinnen betreut.

Henstedt-Ulzburg.  Die Gemeinde Henstedt-Ulzburg betreibt zehn eigene Kindertagesstätten mit Krippen, Kindergärten und Horten. 1400 Kinder werden in diesen Einrichtungen täglich betreut, 200 Erzieherinnen und Erzieher sind dafür notwendig, zusätzlich gibt es Mitarbeiter in der Verwaltung, die das alles organisieren. Neun Millionen Euro gibt Henstedt-Ulzburg jährlich für die Kinderbetreuung aus. Weil der Bereich der Kindertagesstätten eine Größe erreicht hat, die einem mittelständischen Betrieb nahekommt, suchen Politik und Verwaltung nach einer neuen Organisationsform, um die Betriebsführung zu optimieren und aus dem Fachbereich Soziales, Bildung, Jugend und Freizeit auszugliedern.

Vier Modelle stehen derzeit zur Diskussion: In einem Regiebetrieb wäre der Kindertagesstättenbereich weiter Teil der Verwaltung, hätte aber eigenständige Kompetenzen. Der Eigenbetrieb wäre ein gesondertes Unternehmen der Gemeinde ohne eigene Rechtspersönlichkeit. Die Anstalt des öffentlichen Rechts wäre eine eigenständige öffentlich-rechtliche Verwaltungseinheit. Die gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung wäre eine rein privatrechtliche Betriebsform. Bei einem Besuch des Kinder- und Jugendausschusses bei der Kindertagesstätten GmbH der Stadt Schwerin wurden die Rechtsformen des Eigenbetriebs und der Anstalt des öffentlichen Rechts besonders eingehend vorgestellt und erörtert.

Um Einigkeit über das künftige Modell zu bekommen, wird es demnächst auf einstimmigen Beschluss der Gemeindevertretung einen moderierten Workshop geben, in dem Politik, Verwaltung, Kita-Leitungen und Elternvertreter mitreden sollen. Grundsätzlich aber sind sich die Gemeindepolitiker aller Fraktionen einig, dass es für den Betrieb der gemeindeeigenen Kindertagesstätten eine strukturelle Änderung geben soll.