Bad Bramstedt

Hunderte Bürger begrüßen den neuen Bleeck

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Michael Schick
Ex-CDU-Chef Claus Bornhöft (v.l.), Ex-Bürgermeister Udo Gandecke, Akshay Mehra, Annegret Mißfeldt, Hans-Jürgen Kütbach, Andrea Schröder vom Bürger- und Verkehrsverein und Klaus Göttsche von der Landesentwicklungsgesellschaft durchschneiden das Band

Ex-CDU-Chef Claus Bornhöft (v.l.), Ex-Bürgermeister Udo Gandecke, Akshay Mehra, Annegret Mißfeldt, Hans-Jürgen Kütbach, Andrea Schröder vom Bürger- und Verkehrsverein und Klaus Göttsche von der Landesentwicklungsgesellschaft durchschneiden das Band

Foto: Michael Schick

Innenstadt von Bad Bramstedt wurde modernisiert und am Sonnabend eingeweiht. Umbau kostet 1,5 Millionen Euro.

Bad Bramstedt.  Auf dem Bleeck drängten sich die Menschen. Viele Bramstedter feierten mit, als Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach, Bürgervorsteherin Annegret Mißfeldt und andere, die maßgeblich am Großprojekt beteiligt waren, das Band durchschnitten und damit den neu gestalteten Innenstadtbereich offiziell einweihten. Der Marktplatz wurde mit grauen Betonsteinen gepflastert und bietet nun eine glatte und ebene Fläche. „Es war uns wichtig, dass wir einen barrierefreien Platz haben, damit alle Bramstedter problemlos hierherkommen, den Wochenmarkt besuchen und am Leben in der Stadt teilnehmen können“, sagte der Bürgermeister.

Der Bereich wurde verkehrsberuhigt, nach dem erfolgreichen Testlauf mit den verhängten Ampeln sind die Lichtzeichenanlagen komplett verschwunden. Die Fahrbahn zwischen Dänischem Bettenlager, Esso-Tankstelle und Sparkasse wurde verengt, für die Autofahrer gilt Tempo 20. So ist ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich entstanden, der optisch eine Einheit mit dem Platz bildet und die Aufmerksamkeit auf die Läden und deren Angebote lenken soll.

Blumenbeete wurden angelegt. Die Bänke fehlen noch, sie sollen den Innenbereich von der Straße trennen – eine Funktion, die bisher die Absperrgitter übernommen haben. Auch Pflanzkübel und Papierkörbe müssen noch aufgestellt und angebracht werden. Als Blickfang für die „Promenade“ ist eine Fontäne geplant, auch die ist noch nicht da. Das Wasserspiel konnte bisher nicht bestellt werden, weil es noch nicht bewilligt ist.

„Ich freue mich, dass auch mein Vorgänger Udo Gandecke und Claus Bornhöft heute hier sind“, sagte Kütbach. Gandecke und der langjährige CDU-Ortschef Bornhöft hätten schon in ihrer aktiven Zeit die Pläne für die Neugestaltung des Innenstadtbereichs vorangetrieben.

Die Initialzündung gab es vor rund fünf Jahren, als die Ortsumgehung fast fertig war. „Da haben wir uns gefragt, was wir nun mit dem entlasteten Innenstadtbereich machen“, sagte der Vorsitzende des Umwelt- und Verkehrsausschusses, Fritz Bredtfeldt. Er bekam vom Verwaltungschef genau so einen „Goldtaler“ aus Metall, wie alle anderen, die maßgeblich an der Baumaßnahme beteiligt waren oder, wie die Markthändler, Geschäftsleute und Anlieger, Belastungen und Einschränkungen verkraften mussten.

Ganz entspannt konnten sich der amtierende Landrat Claus Peter Dieck und Klaus Göttsche von der Landesentwicklungsgesellschaft die Einweihung ansehen: „Land und Kreis haben nichts dazu bezahlt, das Projekt haben wir allein realisiert“, sagte Kütbach. 1,5 Millionen Euro hat der Umbau gekostet, Kostenrahmen wie Zeitplan seien eingehalten worden.

Nachdem das erste Band durchschnitten war, folgte der zweite Scherenschnitt: Die Stadtwerke weihten die erste E-Tankstelle in Bad Bramstedt ein. An der Säule am Rande des Marktplatzes können die Besitzer von Elek­troautos ihre Batterien füllen. „Viele sind das noch nicht, aber wir wollen mit der Ladestation ein Zeichen setzen“, sagte Tobias Claßen von den Stadtwerken. Er geht davon aus, dass der Akku in einer halben Stunde zu 80 Prozent aufgeladen ist, ein Wert, der allgemein als Zielmarke gilt. Der Preis wird etwa dem des Haushaltsstroms entsprechen. Wer an der neuen Station tanken will, braucht eine Kundenkarte des Anbieters The New Motion. In der ersten Zeit soll das Stromtanken kostenlos sein. Weitere Infos bei den Stadtwerken, Telefon 04192/879 80.

16.000 Kilometer beim Stadtradeln erstrampelt

Kütbach und Mißfeldt zeichneten außerdem die Gewinner des Stadtradelns aus. „Insgesamt haben wir 16.011 Kilometer erradelt, etwa doppelt so viele wie in Bad Segeberg. Ich denke, das Ergebnis kann sich sehen lassen“, sagte Kütbach. Den ersten Platz und ein Überraschungsmenü für zwei Personen im neu eröffneten Kaisersaal hat sich Erhard Asbrand mit 1023 Kilometern erstrampelt. Zweite mit 833 Kilometern wurde Elke Otto, sie freute sich über einen historischen Stadtkalendern und einen Buchgutschein, ein Moor- und More-Paket des Tourismusbüros gab es für Karin Kartens, die mit 727 KilometernDritte wurde.

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