Norderstedt
Henstedt-Ulzburg

Nahverkehr: Bürgerbusmodell kommt voran

CDU bildet eine Arbeitsgruppe, um das Projekt „BürgerStadtBus“ weiter voranzutreiben

CDU bildet eine Arbeitsgruppe, um das Projekt „BürgerStadtBus“ weiter voranzutreiben

Foto: Frank Knittermeier / HA

Kreis-CDU gründet Arbeitsgemeinschaft, um Idee voranzubringen. Verein mit mindestens 6000 Mitgliedern soll Bus auf die Straße bringen.

Henstedt-Ulzburg.  Eine Idee zieht Kreise: Das Projekt „BürgerStadtBus“, erdacht vom CDU-Politiker Jens Müller, beschäftigt jetzt auch die Spitzen der Kreis-CDU. Der Hamburger Verkehrsverbund und Segebergs Landrat Jan Peter Schröder sind jedoch nicht begeistert von den Henstedt-Ulzburger Plänen.

Ein Verein mit mindestens 6000 Mitgliedern soll den Bürgerbus Hen-stedt-Ulzburg auf die Straße bringen. Die Ortsteile sollen ohne Umwege miteinander verbunden werden, der Bus soll direkt in die Wohngebiete fahren. Diese Idee findet bei den Gemeindepolitikern Anklang: Der Umwelt- und Planungsausschuss hat die Gemeinde einstimmig beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zu erstellen.

Während des jüngsten Kreisparteitages der CDU stieß der Vorschlag ebenfalls auf Resonanz und bekam viel Beifall von den Teilnehmern. Eine Arbeitsgruppe, die aus Mitgliedern der CDU-Kreistagsfraktion und der CDU Henstedt-Ulzburg besteht, nimmt am 3. November ihre Arbeit auf, um das Projekt voranzutreiben. Möglicherweise wird die Idee aus Henstedt-Ulzburg auch in der Arbeitsgruppe „ÖPNV und Mobilität“ des Kreises Segeberg eine Rolle spielen. Davon geht jedenfalls Jens Müller aus.

Landrat Jan Peter Schröder und Dietrich Hartmann von der HVV-Geschäftsführung befürchten hingegen, dass die Bevölkerung das Busmodell nicht annehmen wird. Schröder sieht die Gefahr, dass sich der HVV dann aus Henstedt-Ulzburg und Umgebung zurückziehen könnte. „Das wäre eine Art von Desintegration“, sagt der Chef der Kreisverwaltung. Dietrich Hartmann gibt zu bedenken, dass der ÖPNV für die öffentliche Hand immer ein Zuschussgeschäft ist.

Jens Müller lässt sich nicht beeindrucken. Er will seinen Weg weitergehen und verweist auf das Bundesland Nordrhein-Westfalen: „Dort werden 120 Bürgerbusse mit Erfolg betrieben. Warum sollte das bei uns nicht auch möglich sein?“