Michaeliskirche Kaltenkirchen

David Zimmermann präsentiert das Oratorium Esther von Händel

Heike Linde-Lembke

Die Komposition von Georg Friedrich Händel feiert am Sonnabend, 10. Oktober, ihre Kaltenkirchener Premiere

Kaltenkirchen.  Seine Kantorei war sofort überzeugt. David Zimmermann, seit Februar Kantor der Michaeliskirche in Kaltenkirchen, hebt das Oratorium Esther von Georg Friedrich Händel ins Programm. Am Sonnabend, 10. Oktober, 20 Uhr, hat das Werk in der Michaeliskirche Premiere.

Ein großes Aufgebot an Musikern hat Zimmermann für das Werk engagiert. Das Ensemble Schirokko, ein Barock-Orchester, das sich auf Alte Musik spezialisiert hat, kommt mit Barock-Harfe und historischen Blasinstrumenten. Die sieben Gesangssolisten sind Profisängerinnen und -sänger aus Hamburg und Berlin. Die Chöre der Israeliten und der Perser übernimmt die Kantorei, die dadurch das jeweils gegnerische Lager darstellt.

Der Stoff des Oratoriums, das Händel 1717 und 1718 schrieb, ist voll Dramatik und basiert auf dem Buch Esther, Teil des jüdischen Tanach, das auch im Alten Testament steht. Die Jüdin Esther kommt an den persischen Hof, erfährt, dass Hamam ihr Volk vernichten will und rettet es. Daraus resultierte auch das jüdische Fest Purim, eine Art Karneval, in dem Hamam mit Rasseln und allerlei Lärm verscheucht wird. Es wird immer im Februar gefeiert.

Händel erzählt diesen starken biblischen Stoff mit seiner Komposition sehr bildreich und bietet den Musikern einen vielseitigen Fundus an Ausdrucksmöglichkeiten. Aufgeführt wird es in der Originalsprache Englisch. Die deutsche Übersetzung wird als Übertitel zum Lesen eingespielt.

Karten zu 12 und 18 Euro gibt es in der Buch-
handlung Fiehland, unter Telefon 04191/95 86 00 und eventuell noch an der Abendkasse.

( lin )

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