Norderstedt
NZ-Regional

Die Hölle hat einen Namen: A 7

Diejenigen, die in der Hölle schmoren, schmoren dort ewiglich. Angeblich. Die Verkehrshölle, die A 7 heißt, endet im Februar 2017. Das verkünden jedenfalls die Hinweisschilder, die die wohl längste Baustelle der Republik garnieren. Glauben Sie an die korrekte Einhaltung des Versprechens? Ich nicht. Erinnert sei an die Elbphilharmonie, an einen Großflughafen in der Hauptstadt oder an Stuttgart 21, um nur die bundesweit spektakulärsten Baustellen zu nennen.

Heftige Zweifel sind angebracht, dass die Traumpiste zum angekündigten Termin auch freigegeben wird. Was ist, zum Beispiel, wenn der kommende Winter ein ganz langer wird – und der harte Frost die Buddelei wochenlang zum Erliegen bringt? Wetten, dass die Schnellstraße nie und nimmer pünktlich fertig wird?

Uns Leidgeprüften hinterm Lenkrad nervt der tägliche Stau-Stress. Umso mehr, weil am Rand so wenig Bauleute mit Baggern und schweren Lastern zu sehen sind. Deshalb ist kaum Fortschritt erkennbar. Kleine Frage: Wie viele Arbeiter waren eigentlich am Bau der Pyramiden beteiligt? Da wundert es auch nicht, dass sich mancher Autofahrer nicht ans Tempolimit in den verengten Fahrspuren hält. Dann macht die Autobahnpolizei teure Fotos – und das ist auch gut so. Eigentlich das einzig Positive am ganzen Desaster.