Norderstedt
NZ-Regional

Bei den Kitas am Ball bleiben

In den vergangenen beiden Jahren hat Norderstedt Millionen investiert, um Kita-Plätze zu schaffen. Wie anderen Städten und Gemeinden saß der Stadt der Rechtsanspruch der Eltern auf die Betreuung der Jüngsten im Nacken. Inzwischen ist der Investitionsgipfel überschritten, gibt es für zwei von drei Krippenkindern einen Kita-Platz oder einen in der Tagespflege. Bei den Älteren reicht das Angebot sogar für neun von zehn Kindern.

Damit steht die Stadt gut da, tut aber auch gut daran, den Bedarf im Blick zu behalten und auf veränderte Bedürfnisse zu reagieren. Da zeichnet sich eine Trendwende ab. Dominierte bisher die Nachfrage nach Halbtagsplätzen, stehen seit einiger Zeit Ganztagsplätze ganz oben auf der Wunschliste der Eltern. Das hat unterschiedliche Ursachen, private wie berufliche. In jedem Fall muss die Stadt reagieren, wenn sie als Standort attraktiv bleiben, junge Familien anlocken und die Wirtschaftskraft erhalten oder steigern will.

Die Unternehmen brauchen gut ausgebildete Fachkräfte. Zunehmend schließen Frauen diese Lücken, steigen sie voll ins Berufsleben ein, übernehmen viele von ihnen Führungspositionen. Das aber funktioniert nur, wenn Kinderbetreuung der Flexibilisierung der Arbeitszeit folgt. Nur wenn Eltern ihre Kinder gut betreut wissen und nicht Kraft und Zeit investieren müssen, um das sicherzustellen, werden sie im Job erfolgreich sein. Daher ist es richtig und nötig, wenn sich Verwaltung und Politiker wie jetzt im Jugendhilfeausschuss regelmäßig ein Bild von der Kita-Situation machen.