Norderstedt
Kreis Segeberg

Feuerwehr kämpft mit 220 Mann gegen Großfeuer

Rauchschwaden waren kilometerweit sichtbar. Temperaturen um 28 Grad erschwerten die Löscharbeiten. Ein Feuerwehrmann erlitt Kreislaufschwäche.

Nützen/Kaltenkirchen. Der Qualm war kilometerweit zu sehen. Die dunklen Wolken, die über der Firma Brockmann in Nützen aufstiegen, zogen über die Autobahn 7 hinweg. Auf dem Gelände des Recyclingbetriebs war ein Haufen mit Abfall in Brand geraten. 220 Feuerwehrleute waren in der Nacht zum Freitag im Einsatz. Ein Feuerwehrmann erlitt wegen der Hitze einen Kreislaufkollaps und wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren.

Um 21.49 Uhr hatte die Rettungsleitstelle Alarm für die Freiwillige Feuerwehr Nützen ausgelöst. Die Männer und Frauen, die sich noch beim Dienstabend in der Wache aufhielten, besetzten sofort die Fahrzeuge und waren bereits zwei Minuten später am Einsatzort.

Auf dem Gelände war ein Haufen mit nicht wiederverwertbaren Gewerbeabfällen und Sperrmüll in Brand geraten. Die Abfälle lagen für den Transport in die Müllverbrennung bereit. Da das Feuer drei Hallen mit Lagern und Betriebsstätten bedrohte, forderte Einsatzleiter Benjamin Hillmann Verstärkung an. Die freiwilligen Feuerwehren aus Kaltenkirchen und die Wehren des Amtes Kaltenkirchen-Land rückten aus. Hillmann spricht von einem erfolgreichen „massiven Wassereinsatz“: „Wir konnten die Hallen halten.“

Messtrupps untersuchten den Qualm und konnten Entwarnung geben. „Wir haben keine gefährlichen Werte gefunden“, sagt Hillmann. Er bezeichnete den Einsatz wegen der hohen Temperaturen als extrem anstrengend. Körperliche Höchstleistungen seien besonders den 50 Feuerwehrleuten abverlangt worden, die in Einsatzkleidung unter Atemschutz mit einer 20 Kilo schweren Ausrüstung den Brand bekämpften. Der Schaden ist gering. Die Brandursache ist unklar.