Norderstedt
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Arriba fordert mehr Effizienz

Betriebsleiter StefanMölck kritisiert Schwimmvereine – diese verweisen auf Qualität der Lehrangebote

Norderstedt. Die Meinungen zum Betrieb des Lehrschwimmbeckens in Friedrichsgabe gehen weiter stark auseinander. Wie von der Politik gefordert, legte Stefan Mölck, Betriebsleiter des Arriba, im Ausschuss für Schule und Sport eine Analyse zur Belegungsplanung im städtischen Schul- und Vereinsschwimmen vor. Diese basiert auf Daten, zu welchen Zeiten wie viele Personen sowohl das Bad in der Pestalozzistraße als auch das Schul- und Vereinsbad an der Wiesenstraße in einem Zeitraum von zwei Wochen nutzten. Anschließend spielte Mölck das Szenario durch, dass der Betrieb in Fried­richsgabe eingestellt und sämtliche Kurse in einem Bad zusammengefasst würden. Sein unmissverständliches Fazit: „Es ist den Vereinen zuzumuten. Die Wasserfläche im Schul- und Vereinsbad wird nicht effizient genutzt. Wenn die DLRG vier Bahnen hat und überall nur drei Nutzer schwimmen, dann stellt sich die Frage, ob man das komprimieren kann.“

Die CDU-Fraktion sah sich in ihrer Ablehnung des Lehrschwimmbeckens bestätigt – für die Sanierung wäre ein Betrag von 700.000 Euro nötig, dazu kommen die jährlichen Betriebskosten. Klaus Bortel, Vorsitzender der SG Wasserratten, und Helge Wittkowski (DLRG) konterten unter anderem mit pädagogischen Argumenten. „Wenn wir an der Wiesenstraße Leistungs- und Anfängerschwimmen nebeneinander haben, kann nicht individuell auf die Kinder eingegangen werden. Wir haben Trainer, die machen wegen der Unruhe nicht mehr weiter – und auch Eltern“, so Bortel. Wittkowski sprach von einem „qualitativen Unterschied“ bezüglich der Schwimmausbildung. Stefan Mölcks Ansicht, dass ein Transfer von Grundschulkindern aus Friedrichsgabe organisatorisch kein Problem sei, stieß ebenso auf Widerspruch.