Norderstedt
Bad bramstedt

Bad Bramstedt will an den „Todesmarsch“ erinnern

Bad bramstedt. Bad Bramstedt plant, mit einer Informations- und Gedenktafel an den „Todesmarsch“ durch die Stadt am Ende des Zweiten Weltkriegs zu erinnern. Diese Märsche zählen zu den Kriegsverbrechen am Ende des Nazi-Regimes. Dabei wurden Gefangene aus Konzentrationslagern unter unmenschlichen Bedingungen zu langen Fußmärschen gezwungen; viele wurden dabei ermordet.

Den Wachmannschaften ging es darum, die Lager vor den heranrückenden alliierten Truppen zu räumen und damit Gräueltaten zu verschleiern. Außerdem wollten die Nazis mit der Verlegung der Gefangenen die Befreiung verhindern.

Historisch belegt ist einer dieser Märsche auf der heutigen Bundesstraße 4 am 13. April 1945. Akten belegen, dass dabei in der Nähe der Bramstedter Mergelkuhlen der KZ-Häftling Hamid Chamido – angeblich auf der Flucht – erschossen wurde. Seine Sterbeurkunde wurde am 18. März 1947 ausgestellt und liegt im Bramstedter Stadtarchiv.

„Es kann also mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass auch Bad Bramstedt Schauplatz dieser letzten großen Verbrechen der Nazi-Zeit in unserer Region gewesen ist“, heißt es in einer Mitteilung der Bramstedter Stadtverwaltung.

Die Idee für eine Gedenktafel entstand bei einem Gedenkmarsch mit internationaler Beteiligung im April 2015. Als Standort kommt das „Band der Geschichte“ auf dem Bleeck in Betracht.