Norderstedt
NZ-Regional

Sportler brauchen klare Aussagen

Norderstedt braucht neue Sporthallen und Sportplätze, diese Botschaft hat nun jeder Entscheidungsträger deutlich vernommen. Die Vereine sind sich hierbei einig, doch die erhoffte Reaktion haben sie mit ihren unmissverständlichen Äußerungen bisher nicht provozieren können.

Vielmehr ähnelt die Diskussion eher einem Radrennen mit endloser Rundenzahl, also ohne Zieleinfahrt. Der Dialog mit Verwaltung und Politik ist zwar da und bessert sich, gerade der Fachbereichsleiter Thomas Broscheit hat als ehemaliger Volleyballer seit jeher viel Verständnis für die Bedürfnisse der Sportler, doch ein starkes Bekenntnis zur „Sportstadt“ vermissen TuRa Harksheide & Co weiterhin. „Ja, eine Dreifeldhalle muss im nächsten Haushalt stehen, das wertet Norderstedt auf“, so etwas hätten die geladenen Ausschussgäste sicher gern einmal vernommen – auch als Bestätigung für ihre engagierten Plädoyers.

Doch Sport bedeutet auch, beharrlich zu sein. Stetes Training – oder in diesem Fall stete Lobbyarbeit – wird belohnt. Ob es aber die gewünschten Großinvestitionen oder wenigstens die erste geforderte Halle schon in den nächsten Doppelhaushalt schaffen, muss skeptisch gesehen werden. In der Prioritätenliste dürften die Vereine irgendwo hinter Bildung und Flüchtlingen zu finden sein, so sind die Realitäten, was auch die Politiker zwischen den Zeilen andeuten. Was dann aber zumindest in diesem Jahr ausgearbeitet werden muss, ist eine klare Strategie mit verpflichtenden Punkten – und das ausdrücklich in Teamarbeit.