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Kaltenkirchen

Kaltenkirchener Heide steht unter besonderem Schutz

Kaltenkirchen.  Die Bundesregierung hat die Kaltenkirchener Heide zum nationalen Naturerbe erklärt. Das Gelände am westlichen Stadtrand gehört zu den mehr als 60 Freiflächen in Deutschland, die diesen Status erhalten haben. Ein Großteil davon sind ehemalige Militärgebiete. Man nutze mit diesem Schritt eine historische Chance, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) in Berlin. „Viele Flächen, die einst Sperrgebiet waren, brauchen wir nicht mehr für militärische Zwecke.“

Knapp 500 Hektar umfasst das neue Naturerbe-Gebiet in der Kaltenkirchener Heide. Hier finden sich Borstgrasrasen, Heiden, Trockenrasen, Magergrünland und Nadelwald. Anzutreffen sind hier auch Feldlerche, Heidelerche und Hirschsprung.

Bundesweit handelt es sich dabei um eine Gesamtfläche von rund 31.000 Hektar. Die Naturerbe-Gebiete unterliegen einem besonderen Schutz. Das bedeutet, dass die Liegenschaften, die dem Bund gehören, nicht privatisiert, sondern allein dem Naturschutz gewidmet und wieder zu Wildnis werden.

Hendricks zufolge dienen die nutzungsfreien Gebiete vor allem der Artenvielfalt. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten seien auf solche Flächen angewiesen. Sie sollten sich in der Wildnis wieder einen Lebensraum schaffen. Als Beispiel nannte Hendricks die Wildkatze.

Die Pflege wird von den Ländern, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und von Naturschutzorganisationen übernommen. Den Angaben nach will der Bund sich künftig um rund 18.000 Hektar selbst kümmern. Die Kosten für den Unterhalt der Flächen liegen Hendricks zufolge bei rund vier Millionen Euro. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte der Freigabe der Flächen zugestimmt.