Norderstedt
NZ-Regional

Warum ist ein Winkel manchmal tot?

Nehmt doch mal einen kleinen Spiegel in die rechte Hand, streckt den Arm geradeaus und guckt in den Spiegel. Jetzt könnt ihr nicht nur sehen, was vor euren Augen, sondern auch was hinter eurem Rücken passiert.

Kommt aber jemand von hinten auf euch zu, gibt es einen kurzen Moment, in dem ihr ihn nicht sehen könnt – nämlich dann, wenn er euch rechts überholt. Dann ist derjenige im sogenannten toten Winkel. Ihr seht ihn weder vor euch, noch im Spiegel. Erst wenn ihr euren Kopf nach rechts dreht, erkennt ihr ihn. Autofahrer sprechen dann von dem Schulterblick, den sie wegen des toten Winkels vor dem Abbiegen machen. Denn insbesondere beim Autofahren kommt der tote Winkel vor. Jedes Fahrzeug hat Außenspiegel, und sowohl rechts als auch links vom Auto gibt es einen toten Winkel. Radfahrer oder Fußgänger sind dann für den Autofahrer nicht zu sehen.

Weil Autofahrer aber in der Regel durch alle Scheiben gucken können, hilft ihnen der Schulterblick. Anders ist es bei einem Lastwagen. Dem Fahrer hilft es nicht, über die rechte oder linke Schulter zu schauen. Das muss euch bewusst sein, wenn ihr mit dem Fahrrad unterwegs seid und ein Lastwagen vor euch abbiegen will. Zudem hat ein Lastwagen-Fahrer weitere tote Winkel. Beispielsweise sieht er einen Radfahrer nicht, der hinter ihm fährt.