Norderstedt
NZ-Regional

Wenn Retter selbst den Notruf wählen

Sie sind die Retter in der Not. Wenn es brennt, bei Unfällen oder Unwettern sind die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr da. Kein umgestürzter Baum ist zu schwer und keine lodernde Flamme zu hoch. Doch es gibt Momente, in denen die tatkräftigen Helfer ziemlich hilflos werden. Zum Beispiel, wenn ein Eichhörnchen im Lüftungsschacht feststeckt. . .

Dieser Fall basiert auf einer wahren Begebenheit und spielte sich kürzlich in einem kleinen Badezimmer einer älteren Dame ab. Die hatte die Feuerwehr gerufen, weil sie den Schacht wieder frei und den wohl abgerutschten Nager in Sicherheit wissen wollte. Deshalb standen fünf Feuerwehrleute, die ihre Arbeit stehen und liegen gelassen hatten, in voller Montur einem völlig verschreckten Eichhorn gegenüber. Und nun?

Versuche, den Nager mittels eines herabgelassenen Handtuchs aus dem Schacht zu bergen, scheiterten am Unverständnis des Tieres. Vielleicht war ihm das Handtuch auch nicht flauschig genug. Die zur Rate gezogene Einsatzleitstelle empfahl über Funk den Eichhörnchen-Notruf. Ja, so etwas gibt es wirklich. Das ist jetzt nicht die 113, aber immerhin eine täglich erreichbare Hotline von Eichhörnchenfans, die hilflosen Zweibeinern beistehen. Allerdings mehr mit Rat als Tat, was im Fall der alten Dame und ihrem Tierbesuch im Bad die Feuerwehrleuten nicht richtig vorwärts brachte.

Die halfen sich am Ende selbst, retteten den glücklich gen Wald davonlaufenden Nager und sind eben doch echte Alltagshelden.