Norderstedt
Kreis segeberg

Gewerkschaft der Polizei kritisiert Landesregierung

Kreis segeberg. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) wirft der Polizeiführung des Landes vor, bei gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben zu sparen. Dazu zählt zum Beispiel die Unfallursachenforschung, die im Kreis Segeberg mehrere Stellen abgeben muss. Außerdem kritisiert der Vorsitzende der GdP-Regionalgruppe Segeberg-Pinneberg, Reimer Kahlke, den Plan, 13 von 20 Videowagen in diesem Jahr zu streichen.

Ausdrücklich unterstützt Kahlke den Norderstedter Revierleiter Jochen Drews, der im Hauptausschuss der Stadt Norderstedt offen die Probleme der Polizei skizziert hat. Drews hatte klar signalisiert, dass die Belastungsgrenzen der Beamten erreicht und überschritten sind. Kahlke sagt dazu: „Die geschilderten Umstände lassen sich eins zu eins auf alle Reviere und Stationen in der Polizeidirektion Bad Segeberg übertragen.“ Drews’ offene Äußerungen hatten große Zustimmung innerhalb der Polizei und in den sozialen Medien ausgelöst.

Kahlke wirft der Führung der Landespolizei vor, Einsparpotenziale beim Personal mit kaufmännischen Methoden zu ermitteln. In der Kieler Koalition hätten Polizisten offenbar keine Verbündeten mehr, sagte der Gewerkschafter. Andere Bundesländer nehmen inzwischen Sparpläne zurück oder stellen sogar mehr Personal ein.