Norderstedt
NZ-Regional

Regulierung aussichtslos

Es kracht auf dem Ochsenzoll-Kreisel – eine wirkliche Überraschung ist das nicht. Knapp 50.000 Autos fahren schließlich jeden Tag über diesen wichtigsten Verkehrsknoten der Stadt.

Das bedeutet aber auch, dass über diesen Kreisel überdurchschnittlich viele Drängler, Extra-Eilige, Hobbyrennfahrer und rücksichtslose Besserwisser mit eingebauter Vorfahrt verkehren – ganz zu schweigen von den Schlafmützen und jenen, die mit allem anderen, aber nicht mit dem Autofahren beschäftigt sind.

Die Stadt könnte also jetzt hergehen und die von der Polizei geforderten temporären Fahrbahnlinien auf den Kreisel malen. Sollte dadurch auch nur ein Unfall verhindert werden – bitteschön, sofort auf immer und ewig Markierungen.

Doch niemand sollte glauben, dass sich dieser Kreisel mit baulichen oder anderen regulierenden Maßnahmen entschärfen lassen wird. Wer sich anschaut, wie sich viele Autofahrer im Straßenverkehr aufführen, der verliert jegliche Naivität, die dazu nötig wäre.

Es ist doch eigentlich ganz einfach, einen Kreisverkehr zu überwinden – wenn sich alle an die Regeln und an das Gebot der Rücksicht halten. Doch die Realität ist auch auf Norderstedter Straßen eine andere.