Norderstedt
NZ-Regional

Lagegunst macht selbstbewusst

7120 Firmen in Norderstedt – das klingt mächtig. Doch hinter der blanken Zahl verbirgt sich sowohl ein Großarbeitgeber wie Jungheinrich als auch der Ebay-Händler, der online Socken vertickt. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass der Großteil der Firmen keine Gewerbesteuer an die Stadt abführen muss.

Gleichwohl muss man den Grünen recht geben: Das zu hinterfragen, was immer schon so war, ist grundsätzlich richtig. Doch sie sollten nicht außer Acht lassen, dass die Städte nicht nur bei der Gewerbe-, sondern auch an der Einkommenssteuer verdienen. Letztere spült – weniger konjunkturell schwankend als die Gewerbesteuer – um die 35 Millionen Euro jährlich in die Stadtkasse. Arbeitgeber sind grundsätzlich in der Stadt willkommen – auch wenn sie aufgrund von unternehmensrechtlichen Konstruktionen keine Gewerbesteuer zahlen müssen.

Was die Angst von FDP und WiN um den Standort angeht: Norderstedt mit seiner Lagegunst kann die 440 Prozentpunkte mit einigem Selbstbewusstsein verlangen. In Hamburg liegt der Hebesatz bei 470. Tesa spart zum Beispiel durch den Umzug einiges an Gewerbesteuer und verbessert sich dabei auch noch!