Norderstedt
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Texaner begeistert das Publikum beim 700. Konzert im Musi Star

Norderstedt.  Angekündigt war ein texanischer Vollblutmusiker mit seiner hochklassigen New Yorker Band. Auf der Bühne vom Norderstedter Music Star standen aber zunächst Konfetti streuende Gestalten, die nichts ahnende Rock- und Blues Fans eher Büttenreden in rheinischer Karnevalsstimmung erwarten ließen.

Der Grund für den ungewöhnlichen Auftakt: Das Team des Harksheider Musikclubs ließ es anlässlich des 700. Konzerts feierlich angehen. Für die Besucher gab es ein Jubiläumskonzert, das sicher zu den musikalischen Juwelen in der 18-jährigen Clubgeschichte gehört.

Sänger und Gitarrist Neal Black aus dem texanischen San Antonio wird von der Fachwelt als einer bedeutendsten amerikanischen Bluesmusiker gelobt. Mit einer Stimme, die allen Vorurteilen nach mit intensivem Whisky-Konsum in Verbindung stehen muss – und mit einem virtuosen Gitarrenspiel gelang es dem Texaner, Norderstedter Fans angenehme Schauer über den Rücken zu jagen.

Großen Anteil an der guten Stimmung im voll besetzten Music Star hatten die exzellenten Musiker seiner Band The Healers: Pianist Mike Latrell, der schon mit internationalen Stars wie Popa Chubby und Bernard Allison auf der Bühne stand, heimste ebenso Szenenapplaus ein wie Bassist Kris Jefferson und Schlagzeuger Vincent Daune.

Bandleader Neal Black erwies sich nicht nur als vorzüglicher Musiker, sondern präsentierte sich auch als humorvoller Unterhalter. Seine neue CD pries er den Zuhörern als ideales Geschenk zum bevorstehenden Muttertag an. Darin seien Songs über seinen Knast-Aufenthalt in Texas und seine gescheiterte dritte Ehe zu hören.

Über zwei Stunden Entertainment und hochklassige Musik endeten mit einer üppigen Zugabe zu texanischen Rockklängen und Konfettiregen.