Norderstedt
Bad Bramstedt

11.250 Pfannen kommen auf das Dach der Kirche

Die umfangreiche Sanierung der Maria-Magdalenen-Kirche in Bad Bramstedt tritt in die nächste Phase. Jetzt rückten die Dachdecker in der Kurstadt an und begannen mit den Arbeiten.

Bad Bramstedt.

Wenn das Untergerüst steht, kann mit der Eindeckung des Kirchendaches begonnen werden. Auf die 750 Quadratmeter große Fläche des Kirchendaches kommen 11.250 Hohlpfannen.

Jörn-Teja Gerke, Inhaber einer Dachdeckerfirma im Industriegebiet von Bad Bramstedt, hatte sich im Ausschreibungsverfahren der ev. lutherischen Kirchengemeinde gegen sechs Konkurrenten, darunter namhafte Firmen aus Lübeck und Kiel, durchgesetzt und den Auftrag über 110.000 Euro bekommen.

Das historische Gotteshaus, in Chroniken vor 700 Jahren erstmals erwähnt, ist Gerke seit vielen Jahren ans Herz gewachsen. „Immer, wenn ich an der Kirche vorbeifahre, erinnere ich mich, dass ich hier getauft und konfirmiert wurde und auch geheiratet habe“, sagt er. „Ich fühle mich Bad Bramstedt eng verbunden und freue mich, dass ich diese Kirche neu decken darf. Da durfte es mir bei der Ausschreibung nicht auf 100 Euro ankommen.“

Der Dachdeckerbetrieb Gerke hat eine lange Tradition, einer seiner Vorfahren hat schon vor 116 Jahren Dächer gedeckt.

Wegen der Denkmalschutz-Bestimmungen werden die Hohlpfannen, so wie es früher üblich war, nach erfolgter Eindeckung von innen mit Mörtel verstrichen. „Die Ziegel sollen lange halten, der Strich wenigstens zehn Jahre“, kalkuliert Gerke.

Die Gesamtkosten der Sanierung von Dach, Turm und Gebälk der Kirche betragen etwa 900.000 Euro, im April sollen die Reparaturarbeiten beendet sein. „Sollte es Witterungsprobleme geben, könnte es länger dauern“, sagt Ina Koppelin, Vorsitzende der Kirchengemeinde. „Die Konfirmationen finden dieses Jahr aber auf jeden Fall in unserer Kirche statt.“