Norderstedt
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Wenn Radio Mexiko aus der Steckdose kommt

Die Messe rund ums Haus bot Technik-Highlights fürs komfortable Eigenheim

Norderstedt. Über die Messe rund ums Haus zu gehen und dabei nicht wenigstens ein faszinierendes Objekt der Begierde für das Eigenheim zu finden, das ist schon schwierig. Denn die 90 Aussteller der vielleicht größten Messe ihrer Art im ganzen Norden hatten am Wochenende spannende Neuerungen für das komfortable Leben zu bieten.

Zum Beispiel die Firma Solarteam Energiesysteme aus Kaltenkirchen. Wer sich schon mal auf einer unbeheizten Gäste-Toilette eine Erkältung geholt hat, der wird mit Freuden hören, dass Infrarotheizungen selbst den kleinsten Abraum wohlig-warm machen können. Auf Wunsch in Form von Maltafeln oder beschichtet mit dem Lieblings-Urlaubsfoto lassen sich die Platten Platz sparend unter die Decke oder an die Wand hängen. Angeschlossen an die Steckdose heizen sie los.

Auf dem Messestand von Elektrospezialist Rainer Wiening aus Norderstedt kamen die Mariachi-Klänge eines mexikanischen Radiosenders direkt aus der Steckdose. So zumindest sieht das über WLAN versorgte Internet-Radio aus, das sich samt kleinem Lautsprecher in Bad und Küche als Entertainment-Zwerg nachinstallieren lässt. Bei Elektro-Kollege Andreas Münster aus Norderstedt waren Messe-Besucher richtig, die intelligente Lösungen für das Aufladen von Handys suchten. Steckdosen mit USB-Anschluss etwa oder gleich ein Dock-System, das neben dem Stromanschluss auch noch eine Halterung fürs Gerät bietet. Einen echten Hausfrauen-Traum hatte Münster auch noch zu bieten: Eine Waschmaschine, die sich aus integrierten Reservoirs die richtige Menge Waschpulver, abgestimmt auf die Menge in der Trommel, gleich selber zieht. Noch ein Argument weniger also für Männer, die behaupten, sie können die Waschmaschine nicht bedienen und das deswegen der Ehefrau überlassen.

Norderstedts Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote hatte die Messe in der „TriBühne“ gemeinsam mit den beiden Volksbank-Vorständen Horst Alsmöller und Uwe Augustin sowie Guido Bumann als Leiter des Vertriebsmanagements der Volksbank am Standort Norderstedt am Sonnabend eröffnet. „Die Messe ist ein Paradebeispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und regionaler Wirtschaft“, sagte Grote. Was das Thema Bauen und Wohnen angeht, so Grote, so sei die große Kunst, angesichts anhaltend großer Nachfrage nach Wohnraum in Norderstedt auch auf kleineren Flächen hohen Wohnstandard und Lebensqualität zu gewährleisten. „Die Vorzeichen sind gut, es herrscht eine positive Stimmung, der Trend zur eigenen Immobilie ist ungebrochen“, sagte Guido Bumann.

Schwerpunktthemen der 19. Messe waren die energetische Sanierung und Energieeinsparung. Am Messestand der Stadt Norderstedt konnten sich die Besucher unter anderem über die Fördermöglichkeiten im Bereich Wärmedämmung und Heizungsmodernisierung informieren. „Der Zuspruch bei uns, wie auch bei den anderen Ausstellern, war sehr gut“, sagt Stadtsprecher Hauke Borchardt am Sonntag. Tausende von Besuchern hatten den Weg in die „TriBühne“ an den beiden Tagen gefunden. „Der Vorteil der Messe Rund ums Haus ist die entspannte Atmosphäre“, sagt Borchardt. Qualität statt Quantität sei das Motto an den Ständen. „Die Menschen haben die Chance, eine ausführliche Beratung zu bekommen. Und die Aussteller melden zurück, dass sich dadurch auch gleich die Auftragsbücher füllen.“

Guido Bumann fühlt sich bestätigt, was das Konzept der Messe angeht. „Wir schauen bei den Ausstellern schon sehr genau, wer zu unserer Familie hier dazu passt und wer nicht. Das zahlt sich Jahr für Jahr aus.“ Borchardt und Bumann haben jetzt schon feste Termine abgemacht. Denn die Jubiläumsmesse 2016 wird ab Frühjahr geplant.