Norderstedt
Kommentar

Endlich Ruhe für die Anlieger

Es dauert lange, bis aus den ersten Plänen für eine neue Straße ein befahrbares Asphaltprodukt wird.

Für extrem lange Planungsphasen steht der Knoten Ochsenzoll, der immerhin auf 40 Jahre zurückblicken kann, und die Kohtla-Järve-Straße – für die Norderstedter Nordtangente zeichnete allerdings der Kreis Segeberg verantwortlich, der auch immerhin gut 30 Jahre brauchte, bis die ersten Autos über den Autobahnzubringer rollten. Da nehmen sich die 17 Jahre für die Verlängerung der Oadby-and-Wigston-Straße geradezu bescheiden aus.

Meist ist es politischer Streit, der die Realisierung verzögert. Die zuständigen Planer in der Verwaltung haben zumindest im aktuellen Fall bewiesen, dass ein Zeitplan eingehalten werden kann. Die geplante Bauzeit von zweieinhalb Jahren für den neuen Abschnitt der Oadby-and-Wigston-Straße wurde unterschritten, das Budget eingehalten. Da konnte sich der Oberbürgermeister einen Seitenhieb auf die Nachbarn in Hamburg und den schleppenden Bau der Elbphilharmonie nicht verkneifen.

Dass die neue Straße nun endlich fertig ist, wird vor allem die Menschen im Wohngebiet um den nördlichen Friedrichsgaber Weg und Syltkuhlen freuen. Sie warten seit Jahren darauf, dass Autos und Lkw nicht mehr mitten durch das Viertel fahren, sondern einen Bogen um die Häuser machen und Schutzwände den Lärm von der Straße fernhalten.