Norderstedt
Tangstedt

Standesamtsunterlagen können erst mittelfristig digitalisiert werden

Auf Einladung des neuen Tangstedter Gemeindearchivars Raymund Haesler sind Archivare aus dem Kreis Stormarn zu einer Fachtagung zusammengekommen.

Tangstedt. Auch Kollegen aus Segeberg, Lauenburg, Steinburg, Hamburg und Kiel waren vor Ort. Grundsätzlich ging es darum, aktuelle, gemeinsame Projekte zu koordinieren.

Zentrales Thema war der Umgang mit älteren Standesamtsunterlagen: Diese werden seit 2009 an die Archive abgegeben; dabei gibt es allerdings Unterschiede in der praktischen Handhabung sowie bei den Gebühren. Einige Einrichtungen haben bereits mit der Digitalisierung begonnen und arbeiten hierfür zum Teil mit US-amerikanischen Firmen zusammen, die genealogische Online-Datenbanken anbieten.

Denn gerade in den Vereinigten Staaten sind viele Menschen daran interessiert, aus welchen Ländern, Städten oder Regionen ihre jeweiligen Vorfahren ausgewandert sind. Gleichwohl müssen in Deutschland Informationen zu lebenden Personen geschützt, dürfen daher nicht im Internet veröffentlicht werden. Es ist allerdings zeitintensiv, die Scans von Unterlagen kontrollieren und gegebenenfalls sensible Stellen schwärzen zu lassen. Daher, so das Fazit der Tagung in Tangstedt, werde es noch einige Jahre dauern, bis flächendeckend in allen alten Standesamtsregistern in Schleswig-Holstein online recherchiert werden kann.