Norderstedt
Leserbriefe an die Redaktion

Leserbriefe an die Redaktion

Mehr Biss, Herr Grote!

16. Oktober: „Das Aktionsprogramm gegen Lärm“

Befremdlich auf mich wirkt, dass in dem Artikel die WIN (Wir in Norderstedt), die ja die Fluglärmdebatte erst wieder in Gang gebracht hat, mit keiner Silbe erwähnt wird. Ist die WIN gar nicht einbezogen worden bei der Erstellung dieses Zehn-Punkte-Katalogs? Das wäre allerdings in meinen Augen ein Unding.

Im Übrigen kann ich gar keine Verbesserung für die Norderstedter Bürger erkennen – eher in einigen Punkten Verschlechterungen. Sorry, aber ich finde, unser Oberbürgermeister Herr Grote müsste mit mehr Biss an dieses Thema herangehen, sonst dreht man sich nur im Kreis.

Carola Petersen

Flughafen wird verschont

Es ist nicht einzusehen, dass der „Mitten-in-der-Stadt-Airport“ auf Kosten unserer Gesundheit immer noch expandiert. Die Belastungsgrenze ist lange überschritten! Das Zehn-Punkte-Aktionsprogramm wird absolut nichts bringen, nicht ein Dezibel wird es leiser, denn es sind „alte Kamellen“, eine absolute Augenwischerei, Frechheit und Veralberung. Leider ist der Zehn-Punkte-Plan auch ohne Beteiligung der Bürgerinitiativen wie der WIN und der NIG, als von Bürgern, die wirklich betroffen sind und die zu den Programmpunkten sicher fach- und sachgerecht etwas beizutragen hätten, aus dem Hut gezaubert. Das Aktionsprogramm ist ein Flughafenverschonprogramm!

Uwe Kühl, Norderstedt

Ein „Ball Opern Art“

25./26. Oktober: „Mehr Mut zum Glamour bitte!“, Kommentar zum Artikel „Riesen-Wirbel um den Opernball“

In ihrem Kommentar wundert sich Frau Linde-Lembke, warum die Kritik am Opernball ausgerechnet von denjenigen kommt, die gar nicht dort waren. Der gesunde Menschenverstand lässt vermuten, dass man einen Opernball, von dem man nichts hält, für gewöhnlich auch nicht besucht.

In einem Punkt gebe ich Frau Linde-Lembke allerdings recht. Natürlich muss man keine Oper haben, um einen Opernball zu feiern. Auch wenn es durchaus Sinn machen würde, aber auch Unsinn ist oft eine Idee voraus. Um die ewigen Stänkerer zu beruhigen, könnten wir es mit dem Opernball natürlich auch halten wie mit dem Wiener Schnitzel, das man Schnitzel Wiener Art nennen muss, wenn es nicht vom Kalb stammt. Wir hätten dann also den Ball Opern Art. Und wenn der dann noch schwarze Zahlen schreibt, müssen wir uns halt was anderes suchen, womit wir es wieder mal ins Schwarzbuch der öffentlichen Steuergeldverschwendung schaffen.

Gisela Walitzek

Nettes, kleines Zentrum

18./19. Oktober: „Die halbe Stunde kostet einen Euro“

Der Einzelhandel in Mitte mit Welt-Laden, Buchhandlung, Apotheke, Frisör- und anderen Geschäfte würde erheblich unter dieser Maßnahme leiden. Das betrifft auch die VHS, die Bücherei, den Markt und die Moorbek-Passage. Wäre schade, hat sich doch zu einem netten, belebten kleinen Zentrum entwickelt!

H. Wilk

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