Leserbriefe an die Redaktion

Leserbriefe an die Redaktion

Stadt muss grün bleiben!

23. Juni: „Profitgier“ und „Wohnsilos“, Leserbriefe zum Thema „Solarhöfe im idyllischen Knick. Im Garstedter Dreieck wird ein neues Wohnprojekt diskutiert“ vom 5. Juni

Ich muss den Damen Post und Pöppplau mit ihren Leserbriefen leider und nur ungern widersprechen, denn sie geben Bürgerunwillen aus Unwissen wieder. Denn bereits im Stadtentwicklungskonzept aus dem Jahr 2010 ist von der damaligen Stadtvertretung im Empfehlungskonzept der Gutachter anerkannt worden: „Der Siedlungsdruck führt zu einer erheblichen inneren Verdichtung der Siedlungsbereiche zugunsten eines weiteren Freihaltens der Zwischenräume. Die bereits hochwertig erschlossenen Flächen entlang der AKN bilden wichtige Suchräume“, heißt es im Stadtentwicklungskonzept.

Ich bin mit den Damen sehr einig darin, dass Norderstedt „eine Stadt im Grünen“ bleiben muss. Daher sollte um zentrale Bus- und auch Bahnhöfe im öffentlichen Personennahverkehr höher gebaut werden. Denn bei niedrigerer Bebauung frisst diese wie ein Krebsgeschwür unumkehrbar mehr als doppelt soviel „grünes Land“ auf. Und die Einwohnerzielzahl von 80.000 darf auch nicht ausgeweitet werden.

Die nächste Kommunalwahl kommt: Deshalb sollten die Bürger vorher den Parteien und ihren Kandidaten in die Karten schauen und Auskunft darüber verlangen, ob sie neue Baugebiete ermöglichen und mehr Einwohner in die Stadt ziehen wollen.

Es ist schwer, nachher mit Bürgerinitiativen etwas zu verändern; da entsteht nur Frust.

Klaus Krohn

Himmelschreiend

8. Juli: „Weckrufe per Stadion-Tröte“ (Moment mal!)

Es gibt auch noch viel schlimmere Aktionen: Vor ein paar Tagen kam ich aus Richtung Hesebeck-Kreuzung und musste an der Wessel-Kreuzung wegen Rotlicht anhalten. Vor mir stoppten auch noch vier andere Fahrzeuge. Plötzlich scherte das dritte Fahrzeug, ein schwarzer SUV, aus, schaltete seine Warnblinkanlage ein, hupte wie ein Wilder und fuhr über die Kreuzung.

Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn ein „schon-bei-gelb-Anfahrer“ auch auf die Kreuzung gefahren wäre. Es waren wohl alle Verkehrsteilnehmer so schockiert, dass keiner irgendeine Reaktion zeigte, auch ich nicht. Weder gab es ein kräftiges Hupen noch ein Hinterherfahren, was ja bei Rot auch nicht ging. So schnell, wie das vor sich ging, kann man sich auch keine Autonummer merken.

Ich hatte mich auch ein paar Stunden danach noch nicht beruhigt. Mit welcher Unverschämtheit manche Verkehrsteilnehmer agieren, ist einfach himmelschreiend.

Danica Hubrich

Fachpersonal ist wichtig

30. Juni: „Ärzte kritisieren Lions-Aktion in Henstedt-Ulzburg“

Eine Screening-Untersuchung im Kindergartenalter halten auch wir als Orthoptistinnen/Orthoptisten für sinnvoll und erforderlich. Es zeigt sich immer wieder, dass die im Rahmen der U7a durchgeführte Sehprüfung in der kinderärztlichen Praxis nicht ausreicht.

Wichtig ist aber, dass diese Untersuchung von medizinischem Fachpersonal durchgeführt wird, Optiker haben keine medizinische Ausbildung. Wir Orthoptistinnen sind Spezialistinnen für die Diagnostik der Sehentwicklung beim Kind und für das beidäugige Sehen. Wir arbeiten in vielen Augenarztpraxen („Sehschule“) und Kliniken. Wir brauchen nicht 13(!) Messungen, um festzustellen, ob ein Kind gut sehen kann.

Jutta Rieper, Regionalleiterin Hamburg/Schleswig-Holstein Berufsverband der Orthoptistinnen Deutschlands e.V.

Alles funktioniert prima

Kreisel am Ochsenzoll

Ja, der Kreisel. Es ist schrecklich, dass es in Deutschland immer etwas zu meckern gibt.

Ich befahre den Kreisel drei- bis fünfmal mal die Woche mit dem Fahrrad, und ich muss sagen, so wie das jetzt ist, ist es optimal. Mit dem Fahrrad kann man auf dem Radweg einwandfrei den Kreisel umfahren. Und auch als Fußgänger gibt es keine Probleme, den Kreisel sicher zu passieren. Sicherlich muss man ein paar Meter mehr laufen, aber dafür kommt man auch sicher über die Fahrbahn.

Es ist absolut unnötig, weitere Schilder aufzustellen und Furten für Radfahrer anzulegen. Sollte eine zusätzliche Radspur hier eingerichtet werden, so möchte ich dann nicht die jetzigen Kritiker hören, wenn es hier zu Unfällen mit Personenschäden kommt.

Auf Gran Canaria, die Insel der Kreisel, müssen Fußgänger auch einen weiteren Weg in Kauf nehmen, um die Fahrbahnen an den Kreisel zu überqueren – in einem Land, in dem nicht gemeckert wird.

Meine bitte an die Stadt Norderstedt: Lasst alles so, wie es ist, und fangt nicht an, ein funktionierendes System zu ändern.

Arno Hempel

Bus muss öfter fahren

26. Juni: „Tesa bringt neuen Busfahrplan“

Sie schreiben, bei den geänderten Busverbindungen wurde auch Glashütte berücksichtigt. Ich sehe nur, daß Glashütte bis Glashütter Markt geht. Von da fährt ja der 378er alle Stunde. Wenn die Routen geändert werden, könnte der 378er wohl auch etwas öfter fahren.

Gisela Ferck

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