Norderstedt
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Stadt und Awo wollen Migranten stärker einbinden

In einem speziellen Kursus erfahren sie, wie Politik und Gesellschaft funktionieren

Norderstedt. Ob Politik, Vereine, Polizei oder Schule – Menschen mit ausländischen Wurzeln sind im gesellschaftlichen Leben unterrepräsentiert. Das jedenfalls sagt Eilean Layden vom Landesverband Schleswig-Holstein der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Gemeinsam mit der Stadt Norderstedt will die Awo die Teilhabe vom Migranten verbessern und bietet dafür ein Seminar an.

„Wie funktionieren die unterschiedlichen Systeme in Deutschland, und wo kann ich mich beteiligen?“ Unter dieser Frage steht der achtwöchige Kursus, in dem Experten aus Norderstedt ein- bis zweimal pro Woche zu gesellschaftlichen Bereichen wie Kitas, Schule, Ausbildung, politisches System, Einbürgerung, Vereinswesen, Projektmanagement sowie Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit informieren. Zu den Referenten zählen Norderstedts Dezernentin Anette Reinders, die als langjährige Kommunalpolitikerin erläutern wird, wie Politik in Norderstedt funktioniert, zwei Berufsberater und Ina Streichert vom städtischen Agenda-Büro – sie wird ihre Erfahrungen aus dem Projektmanagement weitergeben.

Das Angebot richtet sich an Migranten, die gut Deutsch sprechen. „Wir hoffen und gehen davon aus, dass die Teilnehmer anschließend ihre Landsleute mit weniger guten Deutschkenntnissen davon überzeugen, sich zu engagieren“, sagt die Awo-Sprecherin. Start für das neue Teilhabe-Projekt ist im Mai. Am Dienstag, 15. April, werden die Veranstalter ab 16 Uhr in den VHS-Räumen im Rathaus über das Projekt informieren. Weitere Auskünfte unter den Telefonnummern 040/53595916 und 0431/55769016.