Henstedt-Ulzburg

Gegenwind für die Geschäftsleute in Henstedt-Ulzburg

Für Carsten Schäfer hat der Sonntag eine besondere Bedeutung.

Henstedt-Ulzburg. Der Gemeindevertreter aus der Fraktion Bürger für Bürger (BfB) betrachtet ihn als „Weltkulturerbe“. Diese Ansicht veranlasste den früheren Bürgervorsteher, im Gemeinderat gegen die verkaufsoffenen Sonntage 2014 in Henstedt-Ulzburg zu stimmen.

Mit seiner Meinung stand der BfB-Politiker nicht alleine da. Auch Jens Iversen, Gemeindevertreter der WHU, ist generell gegen Geschäftsöffnungen an Sonntagen. „Die Sonntagsöffnungen sind nicht gut für unsere Gesellschaft“, argumentierte er. „Wir werden nicht verhungern, wenn wir am Sonntag nicht einkaufen können.“ Erstmals verspürten die Henstedt-Ulzburger Geschäftsleute damit Gegenwind. Kein Sturm, aber zumindest ein laues Lüftchen wurde während der Gemeinderatssitzung entfacht: Sonst war die Abstimmung über die verkaufsoffenen Sonntage stets ein Selbstgänger, in diesem Falle gab es fünf Gegenstimmen.

Das änderte nichts am Vorhaben der Geschäftsleute im Ort: Sie dürfen auch 2014 an vier Sonntagen in der ganzen Gemeinde verkaufen. Es beginnt am 2. März mit dem „Frühlingserwachen“, geht weiter mit den beliebten „Family Days“ am 4. Mai, mit dem „Sommerfinale“ am 31. August und der „Herbstoffensive“ am 2. November. Nicht öffentlich, aber hinter vorgehaltener Hand wurde der Ausdruck „Herbstoffensive“ wiederholt kritisiert – viel zu martialisch erscheint er manchen Gemeindepolitikern.