Leserbriefe an die Redaktion

Leserbriefe an die Redaktion

Strom bleibt Strom

29. November: „Die Energiewende kann kommen“

Es stimmt sicher, dass durch ausschließlich energiesparende Geräte und niemals Stand-by-Modus bis zu 50 Prozent Strom gespart werden kann. Jedoch wird die Realität nicht durch maximale Ausnahmewerte beschrieben, sondern besser durch Durchschnittswerte aus der Erfahrung. Der dürfte beim Stromsparen gut gerechnet und nachhaltig, das heißt dauerhaft, bei etwa 25 Prozent liegen.

Der Vorschlag mit dem Betrieb der Waschmaschine nach Zeiten, die das intelligente Netz bestimmt, ist für einen Privathaushalt sicher kein Problem, weshalb er immer als Standardbeispiel verwendet wird, für einen Handwerksbetrieb oder ein großes Industrieunternehmen aber doch. Die brauchen den Strom bedarfsgerecht.

Der Strommix von Norderstedt besteht zu knapp 20 Prozent aus Strom, der ökologisch produziert wurde. Auch bei Verdoppelung könnten schwerlich alle Haushalte beliefert werden. Ein technisch orientiertes Unternehmen wie die Stadtwerke sollte seine Autorität aber nicht benützen, uns einzureden, sie könnten Windstrom einkaufen, an uns weiterleiten, sodass wir ihn beziehen können, sondern uns darüber aufklären, dass Verträge mit Windparks, Wasserwerken usw. dazu dienen, den Mix der Erzeugungsenergien zu Gunsten von ökologischen Produktionsarten zu erhöhen. Der Strom bleibt aber immer derselbe, denn Strom gibt es nur auf eine einzige Art, ganz unabhängig vom Antrieb des Generators. Das ist nicht so wie beim Gemüse. Fazit: Die Energiewende wird auch in Norderstedt ein wenig später kommen.

Friedrich Weinhold

Kein Verständnis

6. Dezember: „Jürgen Lamp droht Ordnungsverfahren“

Der Bericht über den Streit innerhalb der CDU und zwischen den beiden Gemeindevertretern hat uns wütend gemacht, weil wir kein Verständnis dafür aufbringen können, dass erwachsene Menschen nicht in der Lage sind, ein Problem vernünftig zu lösen. Schlimm ist weiterhin, dass der Streit in aller Öffentlichkeit ausgetragen wird. Mit „Demokratie“ hat das wirklich nichts zu tun! Der Schaden an der Partei und den gewählten Personen ist so schnell nicht wiedergutzumachen.

Uns tun die neuen, jungen Gemeindemitglieder leid, die zum Wohle der Gemeinde und ihrer Bürger angetreten sind. Wollen wir hoffen, dass die „Streithähne“ sich zusammenraufen und endlich mit der Sacharbeit beginnen. Wie heißt es so schön? „Nach der Wahl ist vor der Wahl!“

Dagmar und Alfred Schmücker

Wo ist der Nutzen?

Der neue Kreisverkehr in Norderstedt

So schön auch das neue Ingenieurbauwerk, der Ochsenzollkreisel, geworden ist: Ich vermisse den Nutzen. Es ist nach wie vor so, dass man abends im Berufsverkehr bis zum Ochsenzollbahnhof im Stau steht. Die Spur durch den Tunnel ist verwaist. Es ist einfach so, dass mehr Menschen nach Ost und West fahren wollen, und da gibt es nur eine Spur, die sich erst viel zu spät teilt. Hat das denn die vorherige Verkehrserhebung nicht ergeben?

Claudia von Valtier

Schnell nachbessern

Wer von Hamburg Richtung Norden fährt, findet keinerlei Hinweis auf den nächsten größeren Ort nördlich von Norderstedt, Henstedt-Ulzburg, immerhin die größte Gemeinde des Landes. Vor der Abzweigung zwischen Tunnel und Kreisel gibt es lediglich den Wegweiser zur Autobahn und nach Kaltenkirchen. Es sind ja nicht nur Pendler unterwegs, die wissen, dass sie durch den Tunnel fahren müssen, um nach Henstedt-Ulzburg zu gelangen. Da gibt es nur eins: Schleunigst nachbessern!

Joachim Brozio