Ellerau

251.000 Euro für Weg über die A 7

Die Gemeinde Ellerau zahlt, Alveslohe und Henstedt-Ulzburg lehnen Kostenbeteiligung ab

Ellerau. Die Gemeinde will sich die Chance nicht entgehen lassen und investiert deutlich mehr als geplant. 251.000 Euro gibt Ellerau für den Bau des neuen Geh- und Radweges an der Brücke über die Autobahn 7 aus. Das hat der Gemeinderat einvernehmlich beschlossen. Ursprünglich sollten nur zwei Neuntel aus dem Gemeindehaushalt kommen, gut 42.000 Euro. Alveslohe und Henstedt-Ulzburg, die ebenfalls vom neuen Radweg zwischen der Ortsgrenze von Ellerau und der Kadener Chaussee profitieren wollten, sollten sich mit der gleichen Summen beteiligen, haben davon aber Abstand genommen. Sie sehen den Kreis Segeberg in der Finanzierungspflicht. Doch der gab den schwarzen Peter zurück, ganz nach dem Motto: Wer bestellt, muss auch zahlen. Der Kreis blieb hart und beteiligt sich an den zusätzlichen Kosten für die Verbreiterung der Brücke über die A7 mit einem Drittel. Das entspricht bei Mehrkosten von 377.000 Euro knapp 126.000 Euro.

Der Kreis muss die Mehrkosten von 377.000 Euro übernehmen

„Wir dürfen uns diese historische Chance nicht entgehen lassen, sie wird nicht wiederkommen“, sagt Elleraus Bürgermeister Eckart Urban. Wenn die Autobahn 7 zwischen Bordesholm und Hamburg auf sechs Spuren verbreitert wird, muss auch die Brücke zwischen Ellerau und der Kadener Chaussee erneuert werden. Die Deges als Träger des Großprojektes hat sich bereit erklärt, die neue Brücke zu verbreitern und mit einem einem 2,50 Meter breiten kombinierten Geh- und Radweg auszustatten, wenn die Mehrkosten von 377.000 Euro vom Kreis übernommen werden.

Der will aber nach wie vor nur ein Drittel zahlen, obwohl die drei Gemeinden wiederholt gefordert hatten, dass die gesamten Kosten aus dem Kreishaushalt bezahlt werden. Schließlich handele es sich um eine Kreisstraße und einen sinnvollen Netzschluss im Radwegenetz des Kreises. Außerdem zahlten die Gemeinden zusammen 12,5 Millionen Euro Kreisumlage und hätten daher Anspruch auf eine angemessene Infrastruktur. Nun springt Ellerau in die Bresche.

Nochmals gut 600.000 Euro kalkulieren die Planer, um den Radweg über die Brücke hinaus zu verlängern. „Doch das wird voraussichtlich erst in fünf bis sechs zu realisieren sein. Da bleibt genug Zeit, um Fördermitteln und eventuell weitere Kreismittel einzuwerben“, sagte Urban.