Kommentar

Und wo bleibt die Kunst?

Süßer die Kassen nie klingeln als zur Weihnachtszeit. Aber wir wollen es ja so.

Wir wollen zu einer Zeit, in der Besinnung ausgerufen wird, durch Glühweinschwaden bummeln, die nach Fusel riechen, vorbei an Crepes-Bäckern und Wurst-Willis, Seifen-Siedern und Holzschnitzern. Zwei Weihnachtsmärkte gab es bis jetzt in Norderstedt. In diesem Jahr veranstaltet das Feuerwehrmuseum am dritten Advent noch einen Kunsthandwerkermarkt.

Eine Stadt mit 75.000 Einwohnern verkraftet durchaus drei Märkte. Wenn aber zwei dieser drei Märkte an ein- und demselben Wochenende veranstaltet werden, zeugt das zumindest von mangelhafter Kommunikation. Den Mittelaltermarkt im Schmuggelstieg gibt es seit 13 Jahren. Es wäre also ein Leichtes gewesen, den neuen Markt des Feuerwehrmuseums auf das Wochenende des ersten Advents zu legen.

Und: So neu ist der Markt im Feuerwehrmuseum nicht. Denn vor Jahren gab es in dem Museum einen Kunsthandwerkermarkt, der seinen Namen verdiente, mit anerkannten Kunsthandwerkern und sehenswerter Gebrauchskunst. Der fehlt jetzt immer noch in Norderstedt.