Norderstedt

Der Abschied von der Seepromenade

Zweimal soll es die Auto-Show im Stadtpark noch geben. 2016 soll ein neuer Standort her

Norderstedt. Die SPD und die Grünen in der Stadtvertretung wollten die Auto-Show von den Veranstaltern Oliver Hauschildt und Thomas Will ganz aus dem Stadtpark verbannen. Doch jetzt haben die beiden Parteien ihren Antrag an den Hauptausschuss zurückgezogen.

Es soll nun keine Weisung mehr an den Aufsichtsrat der Stadtpark GmbH ergehen, die vertragliche zugesicherten zwei Auto-Shows in 2014 und 2015 abzusagen und das Veranstaltungskonzept der Stadtpark GmbH mehr auf Naherholung und weniger auf Messen und Kommerz auszurichten. Stattdessen hat sich Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote mit einem Kompromissvorschlag durchgesetzt. Als Gesellschaftsvertreter der Stadtpark GmbH hatte er der Kommunalpolitik vorgeschlagen, dass die beiden Shows 2014 und 2015 wie gehabt auf der Seepromenade stattfinden sollen. Doch 2016 soll dann Schluss sein.

Grote will im Aufsichtsrat darauf hin wirken, dass über die Konzeption der Veranstaltung diskutiert werde. Für die Neuwagen-Präsentation der Norderstedter Autohändler soll ein neuer Standort gefunden werden. Die geteerten Flächen rund um das Kulturwerk seien dafür geeignet. Doch tiefer hinein in den Stadtpark sollen die Autos nicht mehr rollen. „Wir haben unser Ziel erreicht: Die Auto-Show wird nach 2015 nicht mehr auf der Seepromenade stattfinden“, sagt Jürgen Lange. Den Antrag, die vertraglich dem Veranstalter zugesicherten Shows abzusagen, hätten SPD und Grüne zurückgezogen, „weil es aus unserer Sicht sinnvoller ist, gemeinsam über das Konzept im Stadtpark zu diskutieren, als die Show nun mit einer Mehrheit im Ausschuss zu verbieten“, so Lange.

Ebenfalls kritisch diskutiert wurde im Ausschuss über die jährlichen Pyrogames. „Die Feuerwerke mit ihren Schadstoffen und dem Lärm sind für die Pflanzen und Tiere im Stadtpark ein größeres Problem als die Autos bei der Auto-Show“, sagt Stadtvertreter Gert Leiteritz (CDU).