Norderstedt

„Jammern auf hohem Niveau“: Reaktionen der Abendblatt-Leser

Unter den Lesern des Hamburger Abendblatts sorgte der Fahrrad-Streit am Ochsenzoll für Diskussionsstoff. Hier Auszüge aus einigen der Leserzuschriften zum Thema.

Norderstedt.

„Fahre selber zweimal die Woche mit meinen Rennrad. Aber was ich mit älteren Radfahren erlebe, ist haarsträubend, man fährt auf der verkehrten Seite, ja man fährt wie es einem gefällt! Und genau die sind es jetzt, die sich über den Kreisel aufregen. Diese alten Herrschaften sollten lieber durch den Wald fahren und die Natur genießen!“

„Die Radfahrer müssen konsequent ihre Vorfahrt nutzen, aber das ist nicht jedermanns Sache. Dann hilft nur die Ampelüberquerung bei der Sparkasse bzw. Am Ochsenzoll. Die muss bleiben!“

„Da kommen sie nun die Gutbürger und jammern auf hohem Niveau. Man hat die Radfahrer entdeckt und die sind benachteiligt. Können wir nicht mit etwas mehr Geduld die Dinge betrachten und gemeinsam uns über dieses für Norderstedt epochale Bauwerk erfreuen?“

„Die Sicherheit des Radverkehrs ist für die Stadt absolut nachrangig. Interessant auch, was die Stadt unter „fließendem Verkehr“ versteht, nämlich lediglich Auto-Verkehr.“

„So nicht, Herr Jungbluth! Jetzt, wo das Kind im Brunnen liegt, derart harsche Kritik zu üben, ist unfair. Sie haben als Interessensvertreter im Vorfeld der Planungen klar versagt. Für das Desaster sind Sie mit verantwortlich.“

„Vier Jahre lagen die Ausbaupläne vor, wurden erörtert und verabschiedet. Nun fällt einigen Herren auf, dass der Radweg vergessen wurde. Hat Herr Berbig die ganzen Jahre verschlafen? Auch dem ADFC muss der Vorwurf gemacht werden, nicht frühzeitig auf die Misere aufmerksam gemacht zu haben.

„Wir sind auch Radfahrer und sehen diese Probleme nicht. Was sind wir für eine Gesellschaft, die immer gleich demonstriert oder klagt. Traurig.

„Vom neuen Kreisel Ochsenzoll aus ist die Schleswig-Holstein-Straße Zubringer zur A7. Grund genug, sie als reine Autostraße umzuwidmen. Diese Umwidmung könnte auch den Kreisel einbeziehen. Forderungen durch Radfahrer wären damit vom Tisch, ganz davon abgesehen, dass ich sie für viel zu gefährlich und leichtsinnig halte.

„War die Weglassung des Radweges den Folgen der Pannen und den angeblich nicht überzogenen Kosten geschuldet?“