Kreis Segeberg

Neue Gesichter bei der Polizei im Kreis Segeberg

Beamte ersetzen Kollegen, deren Stellen unbesetzt waren. Mehr Personal gibt es nicht

Kreis Segeberg. 49 Polizisten haben jetzt ihren Dienst in der Polizeidirektion Segeberg angetreten, davon 46 Berufsanfänger. Damit hat die Direktion, die für die Kreise Segeberg und Pinneberg zuständig ist, den Löwenanteil der neuen Beamten in Schleswig-Holstein erhalten. Allerdings handelt es sich nicht um zusätzliches Personal, sondern um Ersatz für Kollegen, deren Stellen bisher nicht besetzt waren. 22 Beamten werden im Kreis Segeberg arbeiten, sechs im Polizeirevier Norderstedt, fünf beim Polizeirevier Bad Segeberg, zwei beim Polizei-Autobahn- und Bezirksrevier. In der Zentralstation Kaltenkirchen starten fünf Polizisten nach der Ausbildung ins Berufsleben ihren Dienst, drei in Henstedt-Ulzburg und einer in Bad Bramstedt.

Sebastian Ritter ist einer der „Neuen“, aber kein Neuling. Der 26-Jährige war zuvor beim Land Baden-Württemberg beschäftigt. „Ich komme ursprünglich aus Niedersachsen und wollte wieder in den Norden“, so der Polizeiobermeister. Die Chance bot sich in Schleswig-Holstein. Nun ist er in Norderstedt beschäftigt.

„Bestimmt brennen Sie darauf, endlich den Polizeidienst zu versehen, für den Sie so lange gelernt haben und sich darauf vorbereitet haben“, sagte Andreas Görs, Leiter des neu organisierten Polizeireviers Kaltenkirchen, an die jungen Kollegen gewandt. „Und das in eine der größten und abwechslungsreichsten Behörden in Schleswig-Holstein.“ 900 Beschäftige arbeiten in 47 Dienststellen, 570.000 Menschen leben im Direktionsgebiet. Das Gebiet zwischen der Metropolregion Hamburg und der „Heimatstadt Old Shatterhands“ gehöre sicher zu den attraktivsten in Deutschland, sagte Görs, wies aber auch darauf hin, dass der Dienst den Beamten viel abverlangen werde. Viele Fragen würden sich in der Praxis ergeben, doch auf jeder Dienststelle würden sie kompetente, hilfsbereite Mitarbeiter treffen.

Bei der Arbeit, so Görs, haben es die Beamten mit allen Gesichtern der Gesellschaft zu tun. Die Polizei werde einerseits als Freund und Helfer wahrgenommen, aber auch als Vertreter des Gewaltmonopols. „Nicht alle Menschen sind glücklich, wenn wir kommen.“ Mutig und selbstbewusst sollten die neuen Beamten an ihre Aufgaben herangehen, aber nicht vergessen, dass bei gefährlichen Einsätzen auch immer ihre Gesundheit auf dem Spiel stehe.

Gleichzeitig hat die Polizei auch ihre interne Organisation verändert. Die bisherigen Polizei-Zentralstationen Kaltenkirchen, Bad Bramstedt und Henstedt-Ulzburg bilden jetzt organisatorisch das neue Polizeirevier Kaltenkirchen. Bad Bramstedt und Henstedt-Ulzburg sind nun neben den schon bestehenden Polizeistationen Boostedt, Wiemersdorf, Sievershütten, Hartenholm, Itzstedt, Ellerau, Tangstedt und Alveslohe nachgeordnete Dienststellen des Reviers Kaltenkirchen und werden zu Polizeistationen umbenannt.

„Für den Bürger ändert sich spürbar wenig. Standorte wie Zuständigkeiten für die einzelnen Gemeinden bleiben bestehen“, sagte Polizeisprecherin Sandra Mohr. Die Neuorganisation soll dazu beitragen, den internen Aufbau weiter zu vereinheitlichen. Deshalb seien Anfang 2012 auch schon die Polizeizentralstation Bad Segeberg und Wahlstedt zum Polizeirevier Bad Segeberg zusammengelegt worden.

Polizeirevier-Leiter Andreas Görs: „Eine Zusammenlegung von Polizei-Zentralstationen zu Polizeirevieren dient der Vereinfachung von Arbeitsabläufen im täglichen Dienst und bei besonderen Lagen.“