Winsen

Gibt „Robin Hood“ auf?

Die Gemeinde Winsen will notfalls vor Gericht ziehen

Winsen. „Robin Hood“ scheint Ruhe zu geben. 17-mal hat der Unbekannte von Winsen über Nacht das Ortsschild um 150 Meter in Richtung der Gemeinde Kisdorf zurückgesetzt, seit zehn Tagen steht es wieder an der Stelle, an die es Mitarbeiter des Wege-Zweckverbandes (WZV) immer wieder gestellt haben. Winsens Bürgermeister Kurt Bonekamp-Adelmann, gerade aus seinem Urlaub am Tegernsee zurück, möchte den Streit mit Landrätin Jutta Hartwieg und der Kreisaufsicht beenden. Am Wahlsonntag warnte er den (oder die) ihm unbekannten Täter davor, „mit der Aktion fortzufahren“.

„Das bedeutet nicht, dass die Gemeinde aufgibt“, sagt Bonekamp. Die Bürgerinitiative seines Bruders Bertholdt wird den eingeschlagenen juristischen Weg fortsetzen.

„Antwortet Landrätin Jutta Hartwieg nicht auf den von uns am 3. September gestellten schriftlichen Antrag auf Zurücksetzung des Schildes an den Platz, wo es 54 Jahre gestanden hat, werde ich einen Nachfassbrief formulieren“, so Bonekamp. „Der nächste Schritt wäre der Gang vor das Kieler Verwaltungsgericht. Wir fordern unser Recht.“

Unabhängig davon steht weiterer Ärger ins Haus. Die Kreisaufsicht fordert die Entsorgung von zwei Ortsschildern, die ein TV-Sender jüngst für Filmaufnahmen aufgestellt hatte. Auf einem steht: „Gleich kommt Winsen“, auf dem anderen „Fast schon Winsen“. „Damit hat die Gemeinde nichts zu tun“, sagt der Bürgermeister. „Die Schilder stehen auf Privatgrundstücken.“