Norderstedt
Umwelt

Die Stadt Norderstedt hat keine Bedenken gegen die Deponie

Foto: Andreas Laible / HA / A.Laible

Die Hummelsbütteler Müllberge sollen durch eine neue Deponie erweitert werden. Die Firma Eggers aus Tangstedt möchte über elf Jahre 300.000 Kubikmeter Bauschutt ablagern.

Norderstedt In Hamburg-Hummelsbüttel kämpft eine Bürgerinitiative gegen die Pläne des Unternehmens Eggers aus Tangstedt, am Hummelsbütteler Müllberg eine neue Deponie für 300.000 Kubikmeter Bauschutt aufzuschütten (wir berichteten). Die Stadtverwaltung in Norderstedt wurde jetzt als Anrainer im Planfeststellungsverfahren der Hamburger Stadtentwicklungsbehörde gehört – und erhebt keinerlei Widerspruch gegen das Projekt.

Norderstedt sieht aus "Sicht Natur und Landschaft" keine Bedenken. Die neue Deponie wird niedriger als die bestehenden Müllberge. Außerdem würde das Landschaftsbild mit Gehölzen und Pflanzungen neu gegliedert. Obwohl die neue Deponie Brutplätze der Feldlerchen zerstören wird, entstünden durch Neupflanzungen in der Feldmark ausreichend neue Lebensräume für die Fauna. Gegen die Erschließung der Deponie über die bestehende Zufahrt an der Poppenbütteler Straße hat die Stadt Norderstedt auch nichts einzuwenden. Ebenso wenig wie gegen die prognostizierten 40 Lastwagen, die an 180 Tagen im Jahr täglich die Deponie anfahren werden. "Straßenverschmutzungen habe der Verursacher zu beseitigen", schreibt die Stadt in einer Stellungsnahme an den Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr, der in seiner Sitzung am Donnerstag, 19. September, von 18.15 Uhr an, im Sitzungssaal 2 des Rathauses über die Deponie beraten wird.

Was die Altlasten der Hummelsbütteler Müllberge angeht, von denen Kritiker befürchten, dass sie durch die neue Deponie frei gesetzt werden könnten, so sieht die Stadtverwaltung keine Gefahr für Norderstedt. Die Grundwasserfließrichtung in der Gemarkung bewegt sich von Norderstedt weg. Eine Beeinträchtigung des Bodens oder des Grundwassers auf Norderstedter Stadtgebiet wird nicht erwartet. Doch Verunreinigungen des Grundwassers müssten ohnehin durch eine kontrollierte Entwässerung der Deponie verhindert werden, urteilt die Stadt.

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