Leserbriefe

Leserbriefe an die Redaktion

Einfach unverständlich

Schilderstreit von Winsen

Ich hoffe, dass die Winsener ihren alten Platz für das Ortsschild bekommen, denn wer will schon gerne, dass die Autos mit Tempo 70 durch ihren Ort sausen!

Wenn wir von Norderstedt nach Bönningstedt, von der Niendorfer Straße aus kommen, dann ist das Ortsschild von Bönningstedt bis zum Bauernhof auf der rechten Seite zurückversetzt worden. Dafür sind aber mindestens 450 Temposchilder aufgestellt. Welch ein Sparprogramm ist das?

Allerdings von Bönningstedt nach Ellerbek ist das Ortsschild so versetzt, dass das Ellerbeker Ortsende und Bönningstedts Ortsende sozusagen nahtlos ineinander übergehen. Dieses kann ich begreifen, da dort nun die Tempo-70-Schilder weggenommen wurden. Verstehe einer diese Schilderversetzung?

Elisabeth Schulz, Hamburg

Unschöne Begegnungen

Ist Respekt unter Hundehaltern ein Fremdwort?

Wir bewegen uns im Wald, daher ist mein Hund an der Leine. Da er an der Leine keinen Kontakt wünscht und das auch deutlich zeigt (wir arbeiten daran), begeben wir uns bei Hundebegegnungen an die Seite. Er gebärdet sich auch dann noch stark, aber so kommen alle anderen zumindest unbehelligt an uns vorbei. Und wir denken, wir gehen so dem Kontakt an der Leine aus dem Weg. Leider ist jedoch die Erfahrung, die wir machen, eine ganz andere.

Neulich war es die Krönung. Von vier Hunde, die uns begegneten, waren zwei ebenfalls an der Leine. Schön, denkt man da – macht vieles viel stressfreier. Aber die entgegenkommenden Hundehalter weichen nicht aus. Nein, man lässt die Hunde trotz stark gebärdenden Fiffis direkt an uns ran. Kürzlich haben wir die 20 Zentimeter sogar unterschritten.

Bei den freilaufenden Hunden schien es zuerst besser. Immerhin hat man versucht, sie anzusprechen und abzurufen. Doch als man merkte, dass dieses vergebene Mühe ist, hat man sie dann einfach machen lassen oder aber am Kragen gepackt und mitgezerrt, nachdem sie bei uns angekommen waren.

Und dann muss ich mir noch Sprüche anhören, was mein Hund für ein kleiner Giftzwerg ist! Ja, er ist ein kleiner Hund. Einer, der schon oft genug von großen Tut-Nixen gejagt wurde und deshalb so reagiert! Manchmal wünschte ich mir, er wäre ein großer schwarzer Hund – dann hätten wir dieses Problem wohl weitaus weniger.

Ist es wirklich so schwer, zu respektieren, dass es Hunde gibt, die keinen Kontakt zu Artgenossen wünschen oder vielleicht aus Krankheitsgründen auch gar nicht haben dürfen? Verlangen wir, zu viel, wenn wir darum bitten, den eigenen Hund ein paar Meter bei sich zu behalten? Wie können wir bei solch einem Verhalten erwarten, dass Jogger und Radfahrer uns respektieren?

Diana Drewes

Was wollen die Bürger?

Volker Lechtenbrink tritt in Henstedt-Ulzburg auf

Auf Einladung des Kulturvereins Forum las Volker Lechtenbrink am vergangenen Freitag im Bürgerhaus von Henstedt-Ulzburg Siegfried Lenz’ Novelle „Das Feuerschiff“.

Der Autor ist einer der bedeutendsten deutsch-sprachigen Autoren, der Rezitator einer der bekanntesten deutschen Schauspieler. Den literarisch interessierten Bürgerinnen und Bürgern unserer Gemeinde, aber auch der umliegenden Gemeinden, hätte dies meiner Meinung nach Anlass sein müssen, diese Veranstaltung zu besuchen.

Wenn auch eine so hochkarätige Veranstaltung den Theatersaal nur zur Hälfte füllt, dann muss man sich als Veranstalter schon fragen, was an anspruchsvoller Unterhaltung geboten werden muss beziehungsweise darf.

In Henstedt-Ulzburg wird um ein kulturelles Leuchtturm-Projekt geworben. Wozu, wenn nicht einmal die kleinen Signalfeuer beachtet werden.

Uwe Janssen, Vorsitzender des Forum