Geschendorf

Großeinsätze halten Feuerwehr in Atem

Zwei Männer bei Wohnungsbrand in Norderstedt-Harksheide verletzt

Norderstedt/Geschendorf. Die Norderstedter Feuerwehr ist erneut zu einem Großeinsatz ausgerückt. Bei einem Brand an der Falkenbergstraße haben am Dienstagabend zwei Männer Verletzungen erlitten. Das Feuer war in einem Mehrfamilienhaus ausgebrochen, die Polizei geht von einem Schaden in Höhe von 100.000 Euro aus.

Nach den ersten Notrufen ging die Feuerwehr davon aus, dass sich noch Menschen in der brennenden Wohnung aufhalten, die im Kellergeschoss des Mehrfamilienhauses liegt. Dort entdeckten Feuerwehrleute den Brandherd, der schnell gelöscht werden konnte, bevor das Feuer auf andere Räume übergriff.

Da das gesamte Gebäude stark verqualmt war, suchten die Einsatzkräfte nach weiteren Bewohnern. „Die Suche gestaltete sich schwierig, da das Haus im Inneren sehr verwinkelt ist“, sagte eine Polizeisprecherin. Die einzigen Personen, die zum Zeitpunkt des Feuers anwesend waren, hatten sich selbst ins Freie retten können. Der 24-Jährige und der 31-Jährige hatten auf der Flucht Rauch eingeatmet und wurden in einem Krankenhaus behandelt.

60 Feuerwehrleute, zwei Rettungswagen und ein Notarztteam waren im Einsatz. Das Kellergeschoss ist nicht mehr bewohnbar. Die Kriminalpolizei Norderstedt untersucht, warum der Brand ausbrach. „Eine technische Ursache oder Fahrlässigkeit können als Ursache nicht ausgeschlossen werden“, teilte die Polizei mit.

Für die Norderstedter Feuerwehr ist der Großeinsatz bereits der fünfte binnen weniger Wochen. „Derzeit verzeichnen wir in Norderstedt eine erhöhte Einsatzlast durch Schadenlagen, die sich in ihrer Intensität vom alltäglichen Einsatzgeschehen abhebt“, sagt Feuerwehrchef Niels Ole Jaap. Er bezeichnet jedoch Phasen wie diese als nicht ungewöhnlich. Er rechne nicht mit einem deutlichen Anstieg der Einsatzzahlen in diesem Jahr.

Zu einem weiteren Großeinsatz wurden mehrere Feuerwehren aus den Kreisen Segeberg und Stormarn sowie aus Lübeck auf die Autobahn 20 gerufen. Zwischen Mönkhagen und Geschendorf brannte nach Angaben von Anrufern ein Lastwagen in voller Ausdehnung. „Lastzug mit 40000 Litern Brennstoff in Flammen“ – so ähnlich sei die Erstmeldung gewesen, berichtet ein Feuerwehrmann. Polizeibeamte sperrten sofort die Strecke zwischen Bad Segeberg und Mönkhagen und alle Zufahrten. Die Feuerwehren entdecken bei Geschendorf das Fahrzeug, aus dem Rauch aufstieg. Der Lastwagen hatte leicht brennbaren geschredderten Müll geladen. Aus einem Radkasten schlugen Flammen.

„Mir ist der Reifen am Auflieger vorne links geplatzt. Ich bin sofort rechts ran, hab das Warndreieck aufgestellt, in meiner Firma und beim Reifendienst angerufen. Dann habe ich eine halbe Stunde gewartet – und plötzlich schlugen Flammen aus dem Reifen. So was habe ich noch nie erlebt“, sagte Lkw-Fahrer Uwe Groth. Geistesgegenwärtig hatte er die Zugmaschine abgekoppelt und in Sicherheit gebracht. Der Feuerwehr gelang es schnell, das Feuer zu löschen. Die Feuerwehren konnten die Ladung kühlen und verhinderten ein Ausbreiten des Feuers.

Die genaue Brandursache ist noch ungeklärt.