Norderstedt

Blick hinter die Kulissen der Bundestagswahl

Die Stadt sucht Wahlhelfer für die Bundestagswahl am 22. September

Norderstedt. Damit die Norderstedter am 22. September den 18. Deutschen Bundestag mitwählen können, muss die Stadt 500 ehrenamtliche Wahlhelfer und Wahlhelferinnen in der Stadt finden. In den 40 Wahllokalen der Stadt und in den sechs Briefwahlvorständen sorgen sie dann für geheime und faire Wahlen.

Ein wichtiger Job. Und spannend ist er auch. "Denn man bekommt einen exklusiven Blick hinter die Kulissen", sagt Andreas Finster vom Wahlamt der Stadt Norderstedt. Seit Jahren kann die Stadt auf einen festen Bestand von Wahlhelfern zurückgreifen, darunter auch etliche Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die im Dienste der Allgemeinheit ihre Freizeit opfern. Auch die Besetzung der 40 Wahllokale in der Stadt in diesem Jahr steht bereits fast komplett. Anders sieht dies allerdings bei der Besetzung der sechs Briefwahllokale aus. "Die werden lediglich bei einer Bundestags- und Europawahl eigenständig eingerichtet. Deswegen ist die Tätigkeit in diesen Lokalen auch weitgehend unbekannt", sagt Finster. Was schade sei, denn sie sei "eine besonders spannende Aufgabe". Verglichen mit dem ehrenamtlichen Dienst in den Wahllokalen ist es für den Ehrenamtler eine Art Einsatz light. Der Briefwahlvorstand tritt an den Wahlsonntagen erst um 14 Uhr zusammen. Es bleibt also genug Zeit für das Ausschlafen und das ausgiebige Sonntagsfrühstück inklusive Abendblatt-Studium. In der Zeit bis zur Schließung der Wahllokale um 18 Uhr öffnen die Freiwilligen in den Briefwahllokalen die eingegangenen Wahlbriefe und prüfen die Wahlscheine. Bestehen keine Bedenken gegen sie, werden die Scheine ungeöffnet in die Wahlurne geworfen. Punkt 18 Uhr werden die Wahlurnen geleert und die Stimmzettel ausgezählt.

Jeder Wahlberechtigte kann diese Aufgabe übernehmen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. "Wer noch nie Wahlhelfer war, für den ist die Arbeit im Briefwahllokal ein guter Einstieg", sagt Finster. Jeder Helfer bekommt ein "Erfrischungsgeld" in Höhe von 15 Euro. Wer sich melden will, ruft unter 040/ 535 95 509 im Wahlamt an. Oder er füllt unter norderstedt.de ein Online-Formular aus.