Sülfeld

"Die 63 Stimmen an den Chef der Piraten sind verschenkt"

Die Sülfelder Sozialdemokraten machen Sven Stückelschweiger, Direktkandidat der Piratenpartei, indirekt für den Ausgang der Kommunalwahl verantwortlich.

Sülfeld.

So habe Stückelschweiger, der auch Landesvorsitzender seiner Partei ist, durch seine Einzelbewerbung der CDU geholfen. "Die 63 Stimmen an ihn sind verschenkt. Es war äußerst unwahrscheinlich, dass Stückelschweiger ein Direktmandat hätte erreichen können. Dafür wären 200 Stimmen notwendig gewesen", sagte Harald Becker, Spitzenkandidat der Sozialdemokraten.

Die Rechnung der SPD: Ohne Stückelschweiger hätte sie selbst mehr Stimmen erhalten, sodass es zu einem Patt zwischen der CDU einerseits sowie dem Block SPD/Aktive Bürger Sülfeld (ABS) auf der Gegenseite gekommen wäre.

Bei der Kommunalwahl hatte die CDU mit 49,2 Prozent (Gemeindevertretung: neun Sitze) eine absolute Mehrheit gewonnen, die ABS kamen auf 30,7 Prozent (fünf Sitze), die SPD auf 18,6 Prozent (drei Sitze). Neuer Bürgermeister als Nachfolger von Volker Bumann wird somit der Christdemokrat Karl-Hein Wegner. Harald Becker: "Mit einem Patt wäre eine spannendere und für Sülfeld bessere Kommunalpolitik möglich gewesen."