Schmalfeld

Knapp zwei Drittel der Schmalfelder gegen Biogasanlage

Bürgerentscheid erfolgreich. Wahlbeteiligung in der Gemeinde beträgt 65 Prozent

Schmalfeld. Die Spannung war schnell raus. Zwar dauerte die Zählung wesentlich länger, als ursprünglich geplant, aber als die Stapel mit den Stimmzetteln gebildet wurden, war die Tendenz deutlich: Die Schmalfelder haben sich am gestrigen Sonntag in einem Bürgerentscheid gegen die Erhöhung der Gasproduktionsmenge der Biogasanlage an der Straße nach Kaltenkirchen ausgesprochen. Insgesamt 651 Schmalfelder oder gut 64 Prozent votierten mit "Ja" und sprachen sich damit für das Anliegen der Bürgerinitiative um Jürgen Fahsel aus. 362 Schmalfelder stimmten mit "Nein".

Die endgültigen Zahlen können dabei noch etwas abweichen, da das vorläufige amtliche Endergebnis erst nach Redaktionsschluss festgestellt werden konnte. Die Wahlbeteiligung betrug gut 65 Prozent, knapp mehr als 1000 der insgesamt 1559 Wahlberechtigten nahmen an der Abstimmung teil.

"Das ist eine sehr gute Zahl", meinte Gerda Knöfler vom SPD Ortsverband, der sich mit dem Anliegen der Bürgerinitiative solidarisiert hatte. Die Gegner der Erweiterung der Anlage befürchteten mehr Verkehr, die Antragsteller hatten argumentiert, dass nicht mehr Verkehr anfalle, schon jetzt könne die Anlage mehr Biogas und damit Strom produzieren, als sie darf.

Bürgermeister Klaus Gerdes sagte nach der Abstimmung, dass die Bürger seiner Gemeinde ein deutliches Votum abgegeben hätten. "Das respektiere ich." Gerdes selbst hatte sich in der Angelegenheit für Befangen erklärt, da sein Sohn als Landwirt an der Biogasanlage beteiligt ist.

Jürgen Fahsel von der Bürgerinitiative zeigte sich direkt nach der Auszählung erleichtert: Ich bin restlos glücklich, da kann ich nichts anderes sagen."

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