Norderstedt

Politiker wollen ein HVV-Ticket nur für Norderstedt

Stadt soll mit dem HVV verhandeln und die Kosten für den Sondertarif ermitteln

Norderstedt. Die Stadt Norderstedt soll mit dem Hamburger Verkehrsverbund (HVV) über ein Norderstedt-Ticket verhandeln. Das hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr beschlossen und dem Auftrag hinzugefügt, dass der spezielle Tarif für die Busse mit dem nächsten Winterfahrplan ab Dezember gelten soll. Außerdem soll der Sondertarif den U-Bahnhof Ochsenzoll einschließen. Weiter sieht der Antrag der SPD vor, dass die Norderstedter Verwaltung die Kosten für die Norderstedter ÖPNV-Karte ermittelt und dem Fachausschuss als Grundlage für einen Beschluss vorlegt.

Damit haben die Sozialdemokraten ein Thema aus der Versenkung geholt, das sie schon vor fast 20 Jahren auf der Agenda hatten. Schon 1994 hatten die Kommunalpolitiker auf Antrag der SPD die Einführung eines Stadttickets für Norderstedt beschlossen. "Leider scheiterte die Umsetzung am Widerstand des HVV", sagte Jürgen Lange. In den Folgejahren sei immer wieder versucht worden, einen Sondertarif für die Norderstedter durchzusetzen - bis heute ohne Erfolg.

"Wir sind der Meinung, dass das Stadtticket ein wichtiger Beitrag zur stärkeren Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ist", heißt es in der Begründung zum Antrag. Erst kürzlich kam Rückenwind vom Norderstedter Seniorenbeirat. Der ging noch einen Schritt weiter und forderte gleich, dass die Norderstedter die Busse kostenlos benutzen dürfen. Auch die Bürger, die sich in der ZukunftsWerkStadt Norderstedt engagieren, warten darauf und sehen in der stärkeren Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs einen Beitrag zum Klimaschutz.

"Nach unseren Informationen ist der HVV jetzt augenscheinlich bereit, dem Wunsch Norderstedts nachzukommen", heißt es weiter im Antrag. Deshalb solle die Stadt Norderstedt jetzt einen weiteren Versuch starten, das Stadtticket zu bekommen. Dass das auch die anderen Parteien in Norderstedt so sehen, zeigt der einstimmige Beschluss.