Bad Bramstedt

Keine Chance für das Fracking in Bad Bramstedt

Die Pläne des kanadischen Energiekonzerns PRD Energy, haben vorerst kaum Aussicht auf Erfolg. Genehmigungsverfahren eingestellt.

Bad Bramstedt. Die zuständige Kontrollbehörde, das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Clausthal-Zellerfeld (LBEG), hat Segebergs Landrätin Jutta Hartwieg mitgeteilt, dass alle anhängigen Genehmigungsverfahren zur Erlaubnis der Aufsuchung oder Erkundung von Kohlenwasserstoffen ausgesetzt worden seien.

Gute Nachrichten für Bad Bramstedts Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach: "Ich freue mich, dass durch die von unserer Landrätin eingeholten Erkundigungen die bisher nicht ganz vorhandene Klarheit geschaffen ist." PRD Energy möchte in einem Umkreis von etwa 25 Kilometern um Bad Bramstedt den Boden erkunden (wir berichteten). Doch das LBEG lässt nun alle Genehmigungsverfahren ruhen, um das Ergebnis der anhaltenden Diskussion im Land und im Bund, wie mit dem Thema Fracking umgegangen werden soll, abzuwarten.

Schleswig-Holsteins Umwelt- und Energiewendeminister Robert Habeck hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass die Landesregierung umwelttoxisches Fracking in Schleswig-Holstein ausschließen will. Die Landesregierung will eine Bundesratsinitiative für ein gesetzliches Verbot einbringen. "Außerdem werden wir bis zur Verabschiedung eines neuen Landesentwicklungsplans den Einsatz von umwelttoxischem Fracking vorübergehend ausschließen, um den Schutz vor unumkehrbaren Schäden zu gewährleisten", sagte Habeck.