BSG Stadtwerke hat trotz Nielsen im Kader nur geringe Chancen

Luftgewehrschützen sind Außenseiter im Aufstiegsrennen

Norderstedt. Eine Olympiateilnehmerin im Team zu haben, ist keine Erfolgsgarantie. Wenn es diesen Sonntag in Hannover um die Verteilung der Aufstiegsplätze zur 2. Bundesliga Nord geht, haben die Luftgewehr-Schützen der BSG Stadtwerke Norderstedt nach Ansicht ihres Teamchefs Jürgen Schumacher nur eine Außenseiterchance.

Dabei startet das Werksteam in Bestbesetzung, also mit der 14. der aktuellen Weltrangliste, der dänischen Nationalkader-Schützin Stine Nielsen. "Die Reservemannschaften der Erstligisten KKS Nordstemmen und von der SB Freiheit sind wesentlich stärker einzuschätzen", sagt Jürgen Schumacher.

Insgesamt seien nur drei Aufstiegsplätze zu vergeben, um die sich dann mit den weiteren Erst- und Zweitplatzierten aller norddeutschen Landesverbände insgesamt neun Mannschaften bewerben würden. Auch in diesem Jahr hat die BSG ein "Altersproblem": Das Team, das ungeschlagen Verbandsligameister wurde, verfügt über einen ausgesprochen jungen Kader. So bleibt für die 15-jährige Jacqueline Köhler in Hannover nur die Zuschauerrolle.

"Sie hat die Altersgrenze für diesen Wettbewerb noch nicht erreicht", sagt Schumacher, der für sie Routinier Bernd Klepper ins Aufgebot holt. "Bernd hat Zweitliga-Erfahrung. Mal sehen, ob er zusammen mit Stine Nielsen, Anne Marie Schierhorn, Henri Tetzloff und Heike Kremer ein kleines Wunder vollbringt, damit wir nach vier Jahren Pause wieder in der zweiten Liga vertreten sind."

Die Teilnehmer: BSG Stadtwerke Norderstedt, Wandsbeker SGi (Hamburg), SV Olympia 72, SSV Kassau (Schleswig-Holstein), SB Freiheit II, SV Wieckenberg, KKS Nordstemmen II (Niedersachsen), SV Stuhr und SV Burweg (Nordrhein-Westfalen).